ÖKO-TEST hat 22 Energydrinks in seiner neuesten Ausgabe untersucht und kommt zu einem kritischen Ergebnis.
Energydrinks, die einen schnellen Energieschub versprechen, sind besonders bei jungen Leuten beliebt und überall verfügbar. Doch oft verbirgt sich hinter der farbenfrohen Verpackung und dem belebenden Effekt eine Mischung aus Zucker, Koffein, Zusatzstoffen und der problematischen Industriechemikalie Bisphenol A (BPA).
Für die Ausgabe 05/2025 hat ÖKO-TEST insgesamt 22 verbreitete Energydrinks untersucht, darunter Marken wie Red Bull, Rockstar und 28 Black. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Kein Drink erreichte eine bessere Bewertung als „ausreichend“. Die meisten Getränke erhielten aufgrund von hohem Zuckergehalt, bedenklichen Zusatzstoffen und BPA-Nachweisen schlechte Bewertungen – 18 Produkte fielen mit den Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“.
Testkriterien: Inhaltsstoffe genau geprüft
Folgende Kriterien wurden getestet:
- Zuckergehalt und Koffein
- Zugesetzte Vitamine und Zusatzstoffe
- Bisphenol A in der Dose
- Kennzeichnung und Warnhinweise
- Verpackung und Recyclinganteil
Ein besonderes Augenmerk lag auf dem BPA-Gehalt. Bisphenol A, das aus der Beschichtung von Dosen in die Getränke übergehen kann, hat hormonelle Wirkungen und steht im Verdacht, gesundheitliche Risiken wie Brustkrebs, Unfruchtbarkeit oder Verhaltensstörungen bei Kindern zu fördern. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die als sicher geltende Tagesdosis kürzlich drastisch reduziert.
Besorgniserregend: In 20 der 22 getesteten Energydrinks wurde BPA nachgewiesen – bei 14 Produkten in Mengen, die den Tagesgrenzwert für Jugendliche bei täglichem Konsum überschreiten oder sogar weit überschreiten. Nur zwei Produkte waren frei von BPA oder wiesen nur spurenweise Mengen auf.
Den vollständigen Testbericht finden Sie kostenpflichtig bei ÖKO-TEST.
Zucker: Ein übermäßiger Anteil
Nahezu alle untersuchten Drinks enthalten mehr als zehn Gramm Zucker pro 100 Milliliter – eine Menge, die bereits bei einer einzigen 250-ml-Dose die täglichen Zuckerempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) überschreitet. Besonders problematisch ist, dass auch Jugendliche häufig zu diesen Getränken greifen.
Süßstoffe wie Sucralose oder Acesulfam K wurden in mehreren Produkten verwendet, darunter bei Rockstar Energy und Monster Energy. Auch dies wurde negativ bewertet, da Süßstoffe den Geschmackssinn auf Süße trainieren und Heißhunger fördern können.
Koffein: Eine bedenkliche Grauzone
Mit etwa 80 Milligramm Koffein pro 250 ml erreichen alle Produkte den zulässigen Höchstwert, eine Menge, die ungefähr einer Tasse Kaffee entspricht. Das Problem ist jedoch, dass Jugendliche oft mehr als eine Dose pro Tag konsumieren. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) kann dies zu ernsthaften Gesundheitsproblemen wie Herzrasen, Schlaflosigkeit und sogar Herzrhythmusstörungen führen.
Testsieger: Lediglich „ausreichend“
Als vergleichsweise unproblematisch erwiesen sich nur wenige Produkte – darunter der Hell Energy Drink Classic und der Marktführer Red Bull. Obwohl auch hier der Zuckergehalt kritisiert wurde, wurden weder BPA noch bedenkliche Zusatzstoffe nachgewiesen. Dies reichte für die Bewertung „ausreichend“ – besser schnitt kein Energydrink im Test ab.
Testverlierer: Mangelhaft und ungenügend
Gleich 18 Produkte wurden aufgrund gravierender Mängel deutlich abgewertet. Besonders schlecht schnitt zum Beispiel der WellMix Energy Classic ab – wegen sehr hoher BPA-Werte, Zucker und problematischer Zusatzstoffe. Auch andere Marken wie Rockstar und Take Off erhielten wegen Süßstoffen und erhöhter BPA-Belastung nur die Bewertung „ausreichend“ oder schlechter.
Fazit: Der Energiekick kommt mit Risiken
Ob zu viel Zucker, hormonell aktives BPA oder kritische Zusatzstoffe – Energydrinks können kurzzeitig beleben, bergen jedoch langfristig Risiken für Gesundheit und Entwicklung, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.
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