Neue Marktforschungsergebnisse zeigen auf, dass die Herkunftsangaben auf vielen Whey Protein-Produkten oft nicht korrekt sind. Verbraucher sollten genau prüfen, ob die Produkte wirklich aus Deutschland stammen.
Viele Menschen, die aktiv Sport treiben und sich für Fitness begeistern, besitzen mindestens eine Sorte Protein Pulver. Whey Protein ist dabei eines der gefragtesten Nahrungsergänzungsmittel in der Fitnessindustrie, da es den Muskelaufbau fördert und als essenzieller Bestandteil der Ernährung vieler Sportler gilt.
Die Verbraucherzentrale NRW hat kürzlich geprüft, wie verlässlich das „Made in Germany“-Label auf den Produkten ist und festgestellt, dass bei der Kennzeichnung dieser Protein-Produkte oft Transparenz fehlt.
Was ist Whey Protein?
Whey Protein, das auch als Molkenprotein bekannt ist, gewinnt man aus der Molke, die als Nebenprodukt bei der Käseproduktion anfällt. Es enthält alle essentiellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, und wird aufgrund seiner hohen biologischen Wertigkeit häufig von Athleten zur Förderung des Muskelaufbaus und zur Deckung des täglichen Proteinbedarfs verwendet.
Unzureichende Herkunftsangaben bei 90 Prozent der untersuchten Produkte
In einer Untersuchung von 29 Whey Protein-Produkten durch die Verbraucherzentrale NRW, die mit deutscher Herkunft beworben wurden, erfüllten 26 Produkte nicht die rechtlichen Anforderungen für korrekte Herkunftsangaben. Oft wurde nur die Produktion in Deutschland angegeben, ohne zu spezifizieren, woher das Molkenprotein stammt. Lediglich sieben Hersteller konnten bestätigen, dass ihr Protein tatsächlich aus Deutschland kommt.
Warum ist die Herkunft so wichtig?
Die Herkunft des Whey Proteins ist für viele Konsumenten besonders wichtig, insbesondere wenn es um Produkte geht, die im Bereich Sport und Gesundheit verwendet werden. Unsicherheiten bezüglich der Herkunft der Inhaltsstoffe können das Vertrauen in die Produktqualität mindern und Sicherheitsbedenken hervorrufen. Gerade für Leistungssportler, die großen Wert auf dopingfreie Produkte legen, ist eine eindeutige und transparente Herkunftsangabe essenziell.
Rechtliche Regelungen zur Herkunftskennzeichnung
Nach der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) ist die Angabe der Herkunft der Hauptzutat erforderlich, wenn diese nicht aus dem als Herkunftsland angegebenen Land stammt. Das bedeutet, dass ein als „Made in Germany“ gekennzeichnetes Protein, dessen Hauptzutat aus dem Ausland kommt, dies deutlich machen muss. Produkte, die nur in Deutschland abgepackt, aber mit ausländischen Zutaten hergestellt wurden, müssen daher genaue Herkunftsangaben machen.
Praktische Tipps: So erkennen Sie die Herkunft Ihres Proteins
- Seien Sie skeptisch, wenn auf der Verpackung eine deutsche Flagge oder die Angabe „hergestellt in Deutschland“ steht, ohne dass die Herkunft der Hauptzutaten geklärt ist.
- Angaben wie „laborgeprüft in Deutschland“ sind ebenfalls kein Hinweis auf die Herkunft der Zutaten. Überprüfen Sie daher stets die Zutatenliste, insbesondere die Herkunft der Hauptzutaten.
- Wenn Angaben unklar sind oder fehlen, kontaktieren Sie den Hersteller direkt und akzeptieren Sie keine Ausreden wie „Betriebsgeheimnis“.
- Wenn die Herkunft weiterhin unklar bleibt, wählen Sie besser einen anderen Anbieter.
- Sportler, die sicherstellen möchten, dass ihr Produkt keine dopingrelevanten Substanzen enthält, sollten auf Zertifikate wie die Kölner Liste® achten.
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