E-Bikes werden oft als bequeme Alternative zum traditionellen Radfahren betrachtet, jedoch belegt eine aktuelle Studie, dass das Fahren mit E-Bikes sehr förderlich für das Herz-Kreislauf-System sein kann. Insbesondere für Personen mit vorherigen Gesundheitsbedingungen können E-Bikes erhebliche Vorteile bieten.
In einer umfassenden Untersuchung analysierten Sportärzte der Medizinischen Hochschule Hannover die Auswirkungen des E-Bike-Fahrens auf die Gesundheit. Sie verglichen über drei Jahre hinweg die Gesundheitsdaten von herkömmlichen Radfahrern und E-Bike-Nutzern. Die Daten der Teilnehmenden wurden dabei vier Wochen lang erfasst. Mit Hilfe eines Trackers konnten die Ärzte nicht nur die zurückgelegte Distanz, sondern auch die Herzfrequenz der Teilnehmenden überwachen.
Die Forscher analysierten insgesamt 58.000 Fahrten und stellten überraschende Ergebnisse fest, die in einem Video von „ARD Gesund“ präsentiert wurden.
E-Bike als effektives Training für das Herz-Kreislauf-System
E-Bike-Nutzer werden oft als weniger sportlich angesehen, da das Fahren mit Motorunterstützung als weniger anstrengend gilt. Doch die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das E-Bike-Fahren ein ebenso effektives Herz-Kreislauf-Training bieten kann wie das Fahren eines traditionellen Fahrrads ohne Motorunterstützung. Die Belastungsherzfrequenz der beiden Gruppen unterschied sich nur minimal.
Besonders für Personen mit gesundheitlichen Vorerkrankungen erweist sich das E-Bike als nützliches Trainingsgerät. Etwa 35 Prozent der Teilnehmenden in der E-Bike-Gruppe hatten eine Vorerkrankung. Das regelmäßige Training mit dem E-Bike kann nicht nur mehr Bewegung in den Alltag integrieren, sondern auch den Blutdruck signifikant reduzieren. Nach Aussage von Professor Uwe Tegtbur wirkt eine moderate Trainingseinheit fast so gut wie ein Medikament.
Regelmäßiges E-Bike-Fahren senkt Krankheitsrisiko
Die Studie ergab zudem, dass E-Bike-Fahrer im Durchschnitt älter sind und häufiger Vorerkrankungen sowie einen höheren Body-Mass-Index aufweisen als traditionelle Radfahrer. Allerdings verbringen sie wöchentlich eine beachtliche Zeit auf ihrem Rad, durchschnittlich 135 Minuten. Wer regelmäßig so viel Zeit im Sattel verbringt, fördert nicht nur seine Fitness, sondern wirkt auch präventiv gegen Krankheiten. Tegtbur ist überzeugt, dass regelmäßiges E-Bike-Fahren das Risiko für Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes um 20 bis 40 Prozent verringern kann.
Neulinge im E-Bike-Fahren sollten jedoch gerade zu Beginn Vorsicht walten lassen, da die Zahl der Unfälle in den letzten Jahren gestiegen ist. Ein paar Runden auf sicherem Gelände und eine Einführung in die Handhabung des Rades sind daher empfehlenswert.
Das Video der Sendung „Doc Fischer“ finden Sie in der ARD-Mediathek.
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