Ob aus Notwendigkeit oder als Hobby, auf sozialen Netzwerken werden ständig neue Sparmethoden vorgestellt. Oft sind diese Methoden jedoch gar nicht so neu. Ein Sparansatz aus Japan verspricht, bis zu 35 Prozent der eigenen Ausgaben einzusparen.
Sparen ist in Mode. Manche Menschen müssen sparen, andere sehen darin eine Herausforderung oder eine Möglichkeit, ihre finanziellen Grenzen auszutesten. Auf Plattformen wie Instagram und Facebook werden immer wieder unterschiedliche Sparmethoden diskutiert, darunter auch das Kakeibo-System aus Japan.
Die Methode ist keineswegs neu und hat nichts mit moderner Digitaltechnik zu tun. Sie wurde vor etwa 120 Jahren entwickelt und basiert im Wesentlichen darauf, ein Haushaltsbuch zu führen, in dem alle Einnahmen und Ausgaben peinlich genau notiert werden.
Ob Sie dies traditionell auf Papier, in einem speziell für für Kakeibo entwickelten Buch oder digital mit einer Budgetierungssoftware machen, liegt ganz bei Ihnen.
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Wie Kakeibo funktioniert
Kakeibo basiert darauf, dass Sie alle Ihre Einnahmen und Ausgaben genau erfassen. Der Grundgedanke dabei ist, dass Sie ein Sparziel definieren. Es gibt vier vorgeschlagene Kategorien für Ihre Ausgaben, wodurch die Struktur Ihres Haushaltsbuches vorgegeben ist:
- Grundbedürfnisse: Essenzielle Ausgaben wie Lebensmittel, Miete, Transport.
- Wünsche: Ausgaben für Vergnügungen wie Urlaube oder Restaurantbesuche.
- Kultur: Ausgaben für kulturelle Aktivitäten wie Museumsbesuche, Konzerte oder Streaming-Abonnements.
- Unerwartete Zusatzausgaben: Unregelmäßige Ausgaben wie Geschenke oder Reparaturen.
Es ist sinnvoll, Kakeibo als monatliches Projekt zu betrachten. Zu Beginn des Monats notieren Sie Ihre erwarteten Einnahmen, meistens das Gehalt, das auf Ihrem Konto eingeht. Legen Sie zudem ein realistisches Sparziel fest.
Wie viel Sie sparen möchten oder können, hängt von Ihren persönlichen Umständen ab. Wenn Sie beispielsweise in fünf Monaten 1.000 Euro für einen Urlaub sparen möchten, sollten Sie monatlich 200 Euro zurücklegen.
Nach der Vorbereitung ist es nur noch notwendig, Ihre Ausgaben den festgelegten Kategorien zuzuordnen. Am Monatsende analysieren Sie dann, ob Ihr Sparplan erfolgreich war. Wenn ja, können Sie vielleicht sogar ehrgeizigere Sparziele in Angriff nehmen. Wenn nicht, sollten Sie untersuchen, wo zu viel Geld ausgegeben wurde.
Vor- und Nachteile von Kakeibo
Es gibt keine universelle Sparmethode, die für jeden funktioniert. Manche Menschen bevorzugen das sogenannte Cash Stuffing, bei dem Bargeld in verschiedene Umschläge verteilt wird.
Andere haben Erfolg mit dem 4-Töpfe-Prinzip oder teilen ihr Geld nach anderen Methoden auf, wie der beliebten 50-30-20-Regel. Was jedoch allen Sparmethoden gemein ist, ist eine gewisse Kategorisierung, die einen besseren Überblick über das monatlich verfügbare Budget ermöglicht.
Natürlich kann man nicht unbegrenzt sparen, aber sobald man einen Einblick hat, wie das eigene Geld ausgegeben wird, kann man bestimmte Anpassungen vornehmen. Was Kakeibo betrifft, so ist die Einteilung in vier Kategorien sicherlich einfach und gibt einem ein Gefühl dafür, wo Einsparpotenziale liegen.
Andererseits kann es durchaus mühsam sein, wirklich alle Ausgaben zu verfolgen. Möglicherweise gibt es auch Probleme durch die begrenzte Anzahl an Kategorien. Letztendlich hilft nur ausprobieren, um herauszufinden, ob eine Sparmethode für einen selbst funktioniert.
Weiterführende Informationen
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Leidenschaftlich für Fakten, durchforstet Anna Köhler die Nachrichten, um eine klare und präzise Analyse globaler Ereignisse zu liefern. Mit langjähriger Erfahrung im Journalismus macht sie die Nachrichten für alle zugänglich, ohne Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen.





