Physische Fitness kann das Risiko von Herzerkrankungen senken: Laut Harvard-Forschern gibt es eine bestimmte Anzahl von Liegestützen, die dieses Risiko minimieren können.
Liegestütze sind weithin bekannt und oft wird bei der Frage nach der Anzahl ein wenig übertrieben. „Ungefähr zehn Liegestütze“ könnte man oft hören, doch wie viele können Sie tatsächlich ausführen?
Diese Zahl ist laut einer aktuellen Studie entscheidend für die Herzgesundheit. Wissenschaftler der Harvard School of Public Health in Boston haben durch eine Langzeituntersuchung festgestellt, dass die Anzahl der geschafften Liegestütze Aufschluss über das Risiko von Herzerkrankungen geben kann, wie das Gesundheitsmagazin FitBook berichtet.
In der Studie wurden über zehn Jahre, von 2000 bis 2010, die Fitness und Gesundheit von 1.000 Feuerwehrmännern analysiert. Die Teilnehmer waren durchschnittlich 39,6 Jahre alt und wiesen einen durchschnittlichen Body-Mass-Index (BMI) von 28,7 auf. Achtung: Der empfohlene BMI für ein „Normalgewicht“ beträgt bis zu 24,9, aber aufgrund der körperlich anspruchsvollen Natur ihrer Arbeit haben die Feuerwehrmänner eine höhere Muskelmasse, was den höheren BMI erklärt.
Der Zusammenhang zwischen Liegestützen und Herzgesundheit: Was verraten die Daten?
Zu Studienbeginn wurden die maximalen Liegestützzahlen und die Dauer, die die Teilnehmer auf dem Laufband bei submaximaler Belastung (80 bis 90 Prozent ihrer maximalen Leistungsfähigkeit) verbringen konnten, erfasst. Die Männer wurden dann jährlich medizinisch überprüft und füllten Fragebögen zu ihrem Gesundheitszustand aus. Nach zehn Jahren wurde analysiert, wie sich die Anzahl der Liegestütze auf ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit und das Risiko eines Herzinfarkts ausgewirkt hatte.
Die Ergebnisse, die im JAMA Network Open veröffentlicht wurden, zeigen, dass Teilnehmer, die mehr als 40 Liegestütze am Stück schafften, ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um bis zu 96 Prozent reduzieren konnten, selbst nach Berücksichtigung von Alter und BMI. Diejenigen, die zu Beginn weniger als zehn Liegestütze schafften, hatten ein höheres Risiko. Die maximale Anzahl an Liegestützen erwies sich als einfacher und kostengünstiger Indikator für das Herz-Kreislauf-Risiko, effektiver sogar als Laufbandtests zur maximalen Sauerstoffaufnahme (Spiroergometrie).
Sind 40 Liegestütze der Schlüssel zu anhaltender Gesundheit?
Viele könnten denken, dass 40 Liegestütze ein kleiner Preis für langfristige Herzgesundheit sind, doch die Ergebnisse sollten vorsichtig betrachtet werden. Es ist ungewiss, ob die Testergebnisse auch auf Frauen oder Männer anderer Altersgruppen und Gesundheitszustände übertragbar sind, da die Studie ausschließlich berufstätige Männer mittleren Alters einbezog.
Aber: Liegestütze wurden als Indikator für körperliche Fitness verwendet, und die Studie unterstreicht deutlich die Bedeutung dieser Fitness.
Wie führt man Liegestütze korrekt aus?
Als Schlussfolgerung der Studie lässt sich festhalten, dass mehr Liegestütze definitiv nicht schaden können. Grundsätzlich sollte man nur so viele Liegestütze durchführen, wie man korrekt ausführen kann, um effektiv zu trainieren und Fehlbelastungen zu vermeiden. Es ist wichtig, die richtige Körperhaltung beizubehalten und die Übung kontrolliert auszuführen:
- Körperspannung: Halten Sie Ihren Körper gestreckt wie ein Brett. Beine, Oberkörper und Kopf sollten eine gerade Linie formen. Achten Sie darauf, dass die Hüfte nicht durchhängt und der Po angespannt bleibt.
- Richtige Position von Händen, Armen und Beinen: Die Hände sollten etwa schulterbreit auseinander und die Fingerspitzen nach vorne gerichtet sein. Stellen Sie Ihre Füße zunächst etwas weiter auseinander, um stabil zu stehen. Mit regelmäßigem Training können Sie den Abstand verringern. Die Oberarme sollten beim Absenken des Körpers etwa einen 45-Grad-Winkel zum Körper bilden.
- Kopfhaltung: Der Kopf sollte in Verlängerung der Wirbelsäule bleiben. Blicken Sie beim Ausführen der Liegestütze nach unten und vermeiden Sie, den Kopf in den Nacken zu legen.
- Ausführung: Senken Sie Ihren Körper beim Liegestütz tief ab, ohne den Boden zu berühren. Atmen Sie tief ein und drücken Sie sich beim Ausatmen wieder hoch. Wenn Ihre Kraft nachlässt, machen Sie lieber eine Pause, bevor Sie eine falsche Haltung einnehmen. Es ist wichtig, die Übung „sauber“ auszuführen und auf die richtige Technik zu achten.
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