Ein Mietwagen bietet im Urlaub Flexibilität und Unabhängigkeit. Doch um Kostenfallen zu vermeiden, sollten Sie sich vorab gut informieren. Hier finden Sie wichtige Fragen und Antworten zum Thema Mietwagenbuchung.
Freiheit auf Reisen: Mietwagen machen das möglich. Damit bei der Buchung alles glatt läuft, haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.
Wann sollte man einen Mietwagen buchen?
Allgemein gilt: Je früher, desto besser – besonders während der Sommerferien. Denn je näher die Hochsaison rückt, desto mehr steigen die Preise für diese Zeit an.
Zwar gibt es im Vergleich zu 2022 mehr Mietwagen und die Durchschnittspreise sind in vielen Urlaubsländern gesunken, berichten Vergleichsportale und Mietwagenfirmen. Doch wer bis kurz vor der Abreise mit der Buchung wartet, zahlt nicht nur mehr, sondern riskiert auch, dass die gewünschte Fahrzeugkategorie am Zielort nicht mehr verfügbar ist.
Sollte man den Mietwagen bereits zu Hause buchen oder erst am Urlaubsort?
Der Automobilclub von Deutschland (AvD) empfiehlt, den Mietwagen inklusive Versicherungen bereits von zu Hause aus zu buchen, am besten bei einem Anbieter, der sich an deutsche Kunden richtet. Dann ist im Falle von Problemen deutsches Recht anwendbar. Buchungen auf ausländischen Websites oder direkt am Urlaubsort unterliegen dem ausländischen Recht. Sicherheitshalber sollte im Impressum nachgeprüft werden, ob es sich um ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland handelt.
Der AvD rät außerdem zur Nutzung von Vergleichsportalen, um Modelle und Konditionen verschiedener Anbieter effektiv zu vergleichen.
Zu beachten bei einer Buchung bei einem lokalen Anbieter im Urlaubsland sind oft geringere Haftungssummen oder -ausschlüsse und eingeschränkte Verbraucherrechte. Zudem ist der Gerichtsstand im Land des Vertragsschlusses, was die Durchsetzung von Ansprüchen vor Gericht für Urlauber erschweren oder sogar unmöglich machen kann.
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Was sind die Probleme bei zu niedrigen Deckungssummen?
Die Deckungssummen der Kfz-Haftpflichtversicherung, insbesondere bei Personenschäden, sind in einigen Ländern wesentlich niedriger als in Deutschland. Im schlimmsten Fall bedeutet dies nach einem Unfall, dass die versicherte Summe nicht ausreicht und man selbst für den Rest aufkommen muss, so das Ratgeber-Portal Finanztip.
Hier kommt die sogenannte Mallorca-Police ins Spiel – eine Zusatzversicherung für Mietwagen im europäischen Ausland, die die Versicherungssumme auf das in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Mindestniveau anhebt, welches bei Personenschäden beispielsweise 7,5 Millionen Euro beträgt.
Es ist möglich, dass eine solche Mallorca-Police bereits in der eigenen Kfz-Versicherung oder einem Autoschutzbrief enthalten ist. Besitzt man kein Auto und somit keine Kfz-Versicherung oder Schutzbrief, kann sie laut Finanztip auch zu einer bestehenden Privathaftpflichtversicherung hinzugebucht werden.
Mietet man ein Fahrzeug außerhalb Europas, kann eine sogenannte Traveller-Police abgeschlossen werden, die ähnlich funktioniert wie die Mallorca-Police.
Sollte man nicht bereits über eine solche Police verfügen, ist es laut den Verbraucherzentralen essentiell, zu überprüfen, ob zumindest eine der folgenden Versicherungen im Mietvertrag enthalten ist: LIS, EP, ALI und SLI – all diese stehen für höhere Haftpflicht-Deckungssummen, erklären die Verbraucherschützer.
Gibt es bei Versicherungen noch weitere wichtige Aspekte?
Nach Ansicht der ADAC Autovermietung ist es ratsam, eine Vollkasko-Versicherung mit Diebstahlschutz und ohne Selbstbeteiligung abzuschließen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass Schäden an Glas, Felgen und Reifen mitversichert sind, da diese am häufigsten auftreten.
Wichtig: Versicherungen, die für den gebuchten Mietwagen abgeschlossen wurden, gelten nur für die Fahrer, die bei der Buchung angegeben wurden. Fährt eine nicht eingetragene Person, besteht kein Versicherungsschutz.
Ist eine unbegrenzte Kilometerzahl bei Mietwagen notwendig?
Ein wichtiger Aspekt bei der Buchung: Wer sich für ein Angebot mit begrenzten Kilometern entscheidet, sollte sich bereits im Voraus genau über die Strecken, die man im Urlaub zurücklegen will, im Klaren sein. Andernfalls könnte es am Ende teurer werden, da jeder Zusatzkilometer extra berechnet wird, warnt der AvD. Tarife ohne Kilometerbegrenzung sind oft nur wenig teurer und können sich daher lohnen.
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Was sollte man beim Tanken beachten?
Um Ärger zu vermeiden, empfiehlt es sich, auf die Tankregelung „Voll-Voll“ zu achten: Das Auto wird also vollgetankt übernommen und vollgetankt zurückgegeben. Wird das Tanken dem Vermieter überlassen, kann dies teuer werden, da oft der doppelte oder dreifache Tankstellenpreis berechnet wird, warnt der AvD.
Was ist bei der Abholung zu beachten?
Den Mietwagen bei der Übernahme genau überprüfen und vorhandene Schäden, wie Dellen und Kratzer, von einem Mitarbeiter der Mietwagenfirma dokumentieren lassen. Zur Sicherheit sollten diese auch selbst fotografiert werden.
Hat man den Mietwagen bereits im Voraus gebucht, sollte man vor Ort keine weiteren Schriftstücke unterschreiben, besonders wenn sie in einer Sprache verfasst sind, die man nicht versteht, rät der AvD. Es besteht das Risiko, dass ein neuer Vertrag mit anderen Bedingungen abgeschlossen wird.
Wird die bei der Abholung fällige Kaution auf der Kreditkarte geblockt, sollte man zuvor sicherstellen, dass das Kartenlimit ausreichend ist, so die Verbraucherzentralen. Die Kaution kann je nach Anbieter zwischen 300 und 2.300 Euro betragen. Außerdem wichtig: Die PIN der Kreditkarte kennen, da diese fast immer abgefragt wird.
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Leidenschaftlich für Fakten, durchforstet Anna Köhler die Nachrichten, um eine klare und präzise Analyse globaler Ereignisse zu liefern. Mit langjähriger Erfahrung im Journalismus macht sie die Nachrichten für alle zugänglich, ohne Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen.





