Wissenschaftler der Harvard Universität haben entdeckt, dass ein spezielles Speiseöl das Risiko verschiedener Erkrankungen verringern und die Funktionen von Herz und Gehirn verbessern kann. Schon ein Löffel täglich könnte ausreichen.
Mit zunehmendem Alter der Bevölkerung wächst auch die Zahl der Menschen, die an Demenz leiden, derzeit sind es etwa 1,8 Millionen in Deutschland. Eine Studie der Harvard-Universität, veröffentlicht im „Jama Network Open“, weist darauf hin, dass zwar die Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen abnehmen, die durch Demenz jedoch zunehmen.
Ernährung spielt eine wesentliche Rolle für die kognitive Gesundheit. Untersuchungen zeigen, dass eine mediterrane Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Fisch und pflanzlichen Ölen ist, das Gehirn schützen kann. Olivenöl insbesondere, bekannt für seine
- einfach ungesättigten Fettsäuren,
- Vitamin E und
- Polyphenole,
bietet Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kognitivem Verfall.
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Langzeitstudie mit über 92.000 Teilnehmern
In einer über 28 Jahre andauernden Langzeitstudie mit mehr als 92.000 Teilnehmern untersuchten Forscher der Harvard-Universität die Auswirkungen von Olivenöl auf die geistige Gesundheit und die mit Demenz verbundene Sterblichkeit. „Frühere Studien verbanden höheren Olivenölkonsum bereits mit geringerem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit, jedoch war der Zusammenhang mit Demenz-Sterblichkeit bisher unklar“, erklärte die Hauptautorin Anne-Julie Tessier gegenüber „United Press International“.
Die Ergebnisse zeigen, dass Personen, die täglich mindestens sieben Gramm Olivenöl, also etwa einen Teelöffel, konsumierten, ein um 28 Prozent geringeres Risiko hatten, an Demenz zu versterben, verglichen mit Personen, die nie oder nur selten Olivenöl verwendeten.
Interessanterweise hatte die generelle Ernährungsweise keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des Olivenölkonsums. Daher schlussfolgerten die Forscher, dass ein höherer Verzehr von Olivenöl unabhängig von der Ernährungsqualität mit einem niedrigeren Risiko für demenzbedingte Sterblichkeit verbunden ist.
Es wurde auch festgestellt, dass Teilnehmer, die fünf Gramm Margarine oder Mayonnaise durch die gleiche Menge Olivenöl ersetzten, ein um 8 bis 14 Prozent geringeres Risiko hatten, an Demenz zu sterben.
Eine unabhängige Ernährungswissenschaftlerin, Anne Danahy, zeigte sich nicht überrascht über die Ergebnisse. „Olivenöl ist reich an Vitamin E und Polyphenolen – Antioxidantien, die Zellen und Blutgefäße, einschließlich jene im Gehirn, schützen“, erklärte sie gegenüber „Medical News Today“. Sie betonte, dass Olivenöl entzündungshemmend wirkt und Entzündungen den Alterungsprozess des Gehirns und des Körpers beschleunigen können, was als eine Ursache für Demenz und kognitiven Abbau angesehen wird.
Angesichts zahlreicher weiterer Studien, die die positiven Gesundheitseffekte von Olivenöl bestätigen, empfiehlt sie: „Ich rate immer dazu, bei den meisten Gerichten Olivenöl zu verwenden.“ Sie fügt hinzu, dass Butter in bestimmten Rezepten ihren Platz hat und nach Bedarf verwendet werden kann, empfiehlt jedoch, Olivenöl als bevorzugtes Öl für alle anderen Zwecke zu wählen.
Risikofaktoren, die Demenz begünstigen
Zu den zwölf Risikofaktoren, die Demenz im späteren Lebensverlauf begünstigen können, zählen:
- mangelnde körperliche Aktivität,
- Kopfverletzungen,
- Alkoholkonsum,
- Feinstaubbelastung,
- geringe Bildung,
- Übergewicht,
- Bluthochdruck,
- eingeschränktes Hörvermögen,
- Rauchen,
- Diabetes,
- Depressionen,
- ein Mangel an sozialen Kontakten.
Die durchschnittliche Lebensdauer von Menschen mit Alzheimer beträgt laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft e.V. etwa acht Jahre. Personen mit fortgeschrittener Demenz sind anfälliger für Infektionen; Lungenentzündungen zählen zu den häufigsten Todesursachen. Auch Harnwegsinfekte und Knochenbrüche sind verbreitete Todesursachen bei Demenz.
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