Eine umfassende spanische Studie mit 2.000 Teilnehmern zeigt auf, dass nicht nur die Menge und Art der konsumierten Lebensmittel das Körpergewicht beeinflussen, sondern auch der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme eine entscheidende Rolle spielt.
Über einen Zeitraum von zwölf Jahren hinweg haben Wissenschaftler das Ernährungsverhalten der Studienteilnehmer untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Personen, die regelmäßig nach dem festgestellten Durchschnittszeitpunkt um 14:54 Uhr ihre Mahlzeiten einnahmen, langfristig einen höheren Body-Mass-Index (BMI) hatten. Dies galt insbesondere für Personen mit einer genetischen Prädisposition für Übergewicht.
Im Durchschnitt frühstückten die Teilnehmer um 8:28 Uhr, nahmen ihr Mittagessen um 14:33 Uhr und ihr Abendessen um 21:20 Uhr zu sich. Späte Abendessen lassen dem Körper weniger Zeit zur Verdauung vor dem Schlafengehen, was zu einer verlangsamten Fettverbrennung führt, da der Kalorienverbrauch in der Nacht sinkt.
Ratschläge der Experten:
- Das Abendessen idealerweise zwischen 18 und 19 Uhr planen.
- Zwischen der letzten Mahlzeit und dem Schlafengehen mindestens 2–3 Stunden Pause einlegen.
- Auf späte Snacks und Mitternachtssnacks verzichten.
Durch Einhaltung dieser Empfehlungen kann das Gewicht laut der Studie langfristig stabil gehalten oder sogar reduziert werden.
Der Einfluss späten Essens auf den Stoffwechsel und die Rolle des Gehirns
Neben quantitativen Ergebnissen liefert die Studie auch wichtige Erkenntnisse über physiologische Prozesse: Das späte Essen stört den zirkadianen Rhythmus, was messbare Auswirkungen auf die Insulinsensitivität, die Appetitkontrolle und den Energieverbrauch hat. Stoffwechselprozesse, die tagsüber effizienter ablaufen, sind abends weniger wirksam, was langfristig zu einer Gewichtszunahme führen kann.
Dieser Effekt ist bei Menschen mit einer genetischen Veranlagung zu Übergewicht besonders stark ausgeprägt. Aus der Chronobiologie ist bekannt, dass eine frühere Einnahme der Hauptmahlzeit helfen kann, die Stoffwechselprozesse besser an den natürlichen Tagesrhythmus anzupassen, was das Gewichtsmanagement unterstützt.
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