Von : Anna Köhler

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Schlafstörungen vermeiden: Warum Wasser vor dem Schlafen tabu ist!

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Tipps zum Wasserkonsum vor dem Schlafengehen

Es ist allgemein bekannt, dass ausreichende Flüssigkeitszufuhr für die Gesundheit essentiell ist, insbesondere unterstützt sie den Körper bei zahlreichen Funktionen und kann beim Abnehmen hilfreich sein. Doch zu viel Wasser kurz vor dem Schlaf kann die Nachtruhe erheblich stören. Dr. Vannita Simma-Chiang, eine Fachärztin für Urologie, erläuterte in einem Interview mit ‚Mindbodygreen‘, dass man besonders vor dem Schlafengehen seinen Wasserkonsum einschränken sollte.

Die Auswirkungen von zu viel Wasser vor dem Schlaf

Die Aufnahme großer Mengen Wasser kurz vor dem Zubettgehen kann häufig dazu führen, dass man nachts aufwachen muss, um die Toilette aufzusuchen. Dies stört nicht nur den Schlaf, sondern kann auch langfristige Gesundheitsprobleme nach sich ziehen. Ein chronisch gestörter Schlaf beeinträchtigt das Immunsystem, kann negative Auswirkungen auf die Magen-Darm-Gesundheit haben und bestimmte Hirnfunktionen beeinträchtigen.

Wichtig ist nicht nur die Gesamtdauer des Schlafs pro Nacht, sondern auch die Qualität des Schlafs, insbesondere die Zeit, die in der Tiefschlaf- oder REM-Phase verbracht wird. Wird man während dieser Phasen durch Harndrang geweckt, kann dies die Erholung signifikant beeinträchtigen und zu verminderter Energie und Konzentrationsfähigkeit am Tag führen.

Nykturie: Nächtlicher Harndrang und seine Folgen

Nykturie, der medizinische Begriff für verstärkten nächtlichen Harndrang, kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und steht in Verbindung mit verminderter physischer und mentaler Gesundheit. Laut einer Studie aus Boston, die über 5.500 Personen umfasste, ist Nykturie auch mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Depressionssymptomen verbunden. Das Risiko für Nykturie steigt mit dem Alter und ist bei Frauen höher als bei Männern.

Verbesserung der Schlafroutine

Dr. Simma-Chiang empfiehlt, drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen keine Flüssigkeiten mehr zu sich zu nehmen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man insgesamt weniger trinken soll. Ganz im Gegenteil, es ist ratsam, den Tag mit einem großen Glas Wasser zu beginnen und über den Tag verteilt regelmäßig zu trinken. Eine Trinkflasche am Arbeitsplatz kann dabei helfen, sich ans Trinken zu erinnern. Abends sollte nur noch bei wirklichem Durst getrunken werden, und im Anschluss ist ein Toilettenbesuch ratsam, um nächtliches Aufwachen zu vermeiden.

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Weitere Ursachen für häufiges nächtliches Urinieren

Neben einem hohen Wasserkonsum vor dem Schlafengehen können auch andere Faktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder die Einnahme bestimmter Medikamente zu nächtlichem Harndrang führen. Symptome einer überaktiven Blase, wie häufiger Drang zum Wasserlassen, plötzlicher starker Harndrang und unkontrollierbarer Harndrang, können ebenfalls eine Rolle spielen. Wenn man bereits den Wasserkonsum reduziert hat und immer noch von nächtlichem Harndrang betroffen ist, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Der Artikel „Gesundheit: Darum ist es unklug, viel Wasser vorm Schlafen zu trinken“ wurde ursprünglich auf fitforfun.de veröffentlicht.

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