Der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz, wie beispielsweise ChatGPT, führt zu einem stark ansteigenden Verbrauch von Energie und Wasser in Datenzentren. Hier erfahren Sie, welche Ressourcen eine einzige Anfrage bei ChatGPT beansprucht.
Die Bedeutung der Künstlichen Intelligenz nimmt stetig zu, doch damit steigt auch der Bedarf an Energie und Wasser. Sam Altman, der CEO von OpenAI, hat kürzlich offenbart, wie viel Strom und Wasser eine einzige Anfrage bei ChatGPT tatsächlich benötigt.
„Die Leute sind oft neugierig“, schreibt Altman in seinem Blog und nennt konkrete Zahlen: „Eine durchschnittliche Anfrage verbraucht ungefähr 0,34 Wattstunden, was vergleichbar ist mit dem, was ein Backofen in einer Sekunde oder eine hocheffiziente Glühbirne in einigen Minuten verbraucht.“ Zudem erwähnt er, dass der Wasserverbrauch pro Anfrage etwa einem Fünfzehntel eines Teelöffels entspricht, was ungefähr 0,00032176 Liter sind. Altman lässt jedoch offen, wie diese Zahlen genau zustande kommen. Sie unterscheiden sich stark von früheren Schätzungen.
Ergebnisse anderer Berechnungen
Zum Beispiel hatte die „Washington Post“ letztes Jahr zusammen mit Forschern berechnet, dass die Erzeugung einer einzigen E-Mail mit 100 Wörtern unter Verwendung von ChatGPT mit GPT-4 „etwas mehr als eine Flasche Wasser“ zur Kühlung der Rechenzentren benötige. Das gemeinnützige Electric Power Research Institute veröffentlichte ebenfalls Zahlen, wonach eine ChatGPT-Anfrage 2,9 Wattstunden verbrauche – deutlich mehr als eine gewöhnliche Google-Suche, die etwa 0,3 Wattstunden benötigt.
Zunahme des Gesamtverbrauchs trotz gesteigerter Effizienz
Trotz der Fortschritte in der Chip- und Servertechnologie, die den Energieverbrauch pro Anfrage bei Diensten wie ChatGPT reduzieren, führt die zunehmende Nutzung dieser Technologien zu einem insgesamt höheren Energiebedarf in KI-Rechenzentren. In den USA setzen große Unternehmen wie Microsoft und Amazon daher auf Kernenergie, um ihren Bedarf ohne Erhöhung des Kohlendioxidausstoßes zu decken. Weiterhin wird untersucht, inwiefern das Kühlen der Rechenzentren mit Wasser der Umwelt schadet.
Die Zukunft der KI
Sam Altman sieht trotzdem eine positive Zukunft für die künstliche Intelligenz. Obwohl er zugibt, dass durch den Einsatz von KI Arbeitsplätze verloren gehen könnten, „wird die Welt durch die rapide Anreicherung, die sie ermöglicht, schnell sehr viel reicher“, so Altman in seinem Blogpost. Dies könnte politische Innovationen wie das bedingungslose Grundeinkommen fördern, welches in den letzten Jahren immer wieder diskutiert wurde und durch die gesteigerte Produktivität durch KI finanzierbar wäre. Über den zukünftigen Energiebedarf macht sich Altman kaum Sorgen: Ab 2030, glaubt er, wird es unbegrenzte Intelligenz und Energie geben.
*Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit unserem Partner teleschau.de veröffentlicht.
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