Der beliebte Schimpfwortgenerator Schimpfolino, vorgestellt in der Zeitschrift Make, ist jetzt auch als Handy-App und Smart Speaker-Version verfügbar.
In mehreren Ausgaben der Zeitschrift Make wurde der Schimpfwortgenerator Schimpfolino vorgestellt, ein kleines Gerät mit einem Bildschirm, das in einem lustigen Monstergehäuse untergebracht ist. Mit einem Druck auf einen Knopf erscheinen auf dem Bildschirm kurzzeitig zufällige, kinderfreundliche Schimpfwörter wie „zottelige Zitterbürste“ oder „belangloses Lotterzeug“. Dieses Projekt hat nun zwei innovative Nachfolgemodelle erhalten.
Auf der Plattform GitHub hat der Nutzer Mdecker-MobileComputing eine Android-App namens Schimpfmeister entwickelt. Diese App funktioniert ähnlich wie das Originalgerät und erzeugt auf Knopfdruck aus einer vorgegebenen Liste von Wörtern ständig neue Schimpfwörter. Insgesamt können so mehrere Millionen verschiedene Schimpfwörter generiert werden. Ein neues Feature der App ist die Möglichkeit, individuelle Schimpfwörter zu speichern.
Mehr als zwölf Millionen Kombinationsmöglichkeiten
Im ursprünglichen Schimpfolino-Projekt werden neue Schimpfwörter durch Kombination von Wörtern aus fünf verschiedenen Listen gebildet, die jeweils 160 Wörter enthalten. Drei dieser Listen sind geschlechtsspezifisch, was die freie Kombinierbarkeit der Wörter einschränkt. Die Gesamtzahl der möglichen Kombinationen beläuft sich auf 160 × 160 × (160 + 160 + 160) = 12,288,000. Jede Schimpfwortkombination setzt sich aus drei Teilen zusammen und wird durch einen simplen Algorithmus erzeugt. Der Schimpfolino wird von einem ATtiny85 Mikrocontroller angetrieben und die Wörter werden aus einem EEPROM gelesen.
Eine weitere Anwendung für das Smart Home wurde ebenfalls entwickelt. Auf der Open-Source-Smart-Home-Plattform iobroker.net hat der Benutzer BananaJoe vom Schimpfolino gelesen und beschlossen, diese Funktionalität in Alexa zu integrieren. Mit der von Google entwickelten visuellen Programmiersprache Blockly erstellte er eine JavaScript-Funktion, mit der die Schimpfwörter an den Smart Speaker übertragen werden.
Schweizer Innovation in der Schimpfwortproduktion
Die Idee eines Geräts, das Schimpfwörter produziert, ist nicht neu. Bereits 1995 konzipierte der Schweizer Schriftsteller und Programmierer Beat Gloor eine Schimpfmaschine. Diese Idee wurde 2005 Wirklichkeit, als seine Schimpfmaschine als Kunstinstallation in Baden aufgestellt wurde. Auch diese Maschine erzeugt auf Knopfdruck Schimpfwörter, die aus vier Wortlisten zusammengestellt werden. Die Schweizer Schimpfmaschine, die immer noch online verfügbar ist, produziert Ausdrücke wie „elefantös versnobter Erzgrobian“ oder „unendlich tobsüchtige Vorstadtratte“.
Für diejenigen, die eine freundlichere Alternative suchen, hat Beat Gloor auch die Schätzelimaschine entwickelt, die anstatt Beschimpfungen nette Komplimente verteilt, wie zum Beispiel „mein allerliebster seidenweicher Schmuse-Zauberstab“.
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Experte für Popkultur und Filmfan, erkundet Max Jäger die Welt der Unterhaltung mit neugierigem und lockerem Blick. Er teilt gerne die Geschichten hinter den Stars und entschlüsselt die Trends, die die Medienlandschaft prägen.





