Von : Max Jäger

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Meta Platforms startet Feldtests für „Community Notes“ – Seien Sie Teil der Zukunft!

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Bei Meta sind professionelle Faktenprüfer nicht mehr gefragt. Stattdessen sollen Nutzer kostenlos „Kontext“ hinzufügen, ohne das Geschäftsmodell zu beeinträchtigen.

„Wir gehen davon aus, dass Community Notes weniger voreingenommen sein werden als herkömmliche, unabhängige Faktenprüfungen, weil sie es einer größeren Anzahl von Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen, Kontext beizusteuern,“ erklärt Meta Platforms den Übergang von professionellen Faktenprüfern zu Notizen, die von zufällig ausgewählten Freiwilligen verfasst werden. Diese Freiwilligen sind in der Regel Nutzer, die eigene Inhalte posten oder die Verbreitung von Beiträgen anderer unterstützen, allerdings meist ohne spezielle Qualifikationen in der Faktenrecherche zu besitzen.

Als Vorbild dient das Community Notes-Feature des Mikroblogging-Dienstes X. Nutzer können Beiträge auf den Meta-Plattformen wie Facebook, Instagram und Threads durch hinzugefügte Notizen ergänzen und damit „Kontext“ bieten. Die Notizen dürfen nicht mehr als 500 Zeichen lang sein und müssen einen Hyperlink enthalten, der die getätigte Anmerkung unterstützt. Anmerkungen zu Werbung sind jedoch bei Meta nicht gestattet.

Ein öffentlicher Testlauf startet am 18. März in den USA und wird in sechs Sprachen durchgeführt: Englisch, Spanisch, Chinesisch, Vietnamesisch, Französisch und Portugiesisch. Die Identität der Autoren dieser Community Notes bleibt vorerst ein Geheimnis von Meta. Außerhalb der USA setzt Meta vorläufig weiterhin auf bezahlte, professionelle Faktenprüfer in ausgewählten Sprachen.

Ein von X übernommener Open-Source-Algorithmus entscheidet laut Meta darüber, welche Community Notes letztendlich veröffentlicht werden. Meta plant, diesen Algorithmus schrittweise nach eigenen Anforderungen zu modifizieren. Das System berücksichtigt die Historie des Autors einer Anmerkung und sucht nach Zustimmung von Nutzern, die oft gegensätzlicher Meinung sind. „Es handelt sich hierbei nicht um ein Mehrheitssystem“, stellt Meta klar. „Eine Community Note wird nicht veröffentlicht, solange nicht Personen, die normalerweise unterschiedlicher Auffassung sind, entscheiden, dass die Anmerkung hilfreichen Kontext bietet.“

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Auch wenn die Bewertung einstimmig ist, sollen die Community Notes keinen Einfluss auf die Verbreitung des ursprünglichen Beitrags in den Netzwerken von Meta haben. Selbst gefährlicher Unsinn, vor dem alle Autoren der Community Notes warnen, wird also nicht automatisch weniger Nutzern angezeigt.

Um Community Notes verfassen zu dürfen, muss man mindestens 18 Jahre alt sein, ein Meta-Konto besitzen, das älter als sechs Monate ist und nicht gesperrt wurde, und entweder eine verifizierte Telefonnummer besitzen oder die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert haben. Interessierte Nutzer können sich auf eine Warteliste setzen lassen, auf der sich laut Meta derzeit 200.000 Personen befinden. Aus diesem Pool werden dann zufällig Teilnehmer für den Feldversuch ausgewählt.

„Wir entwickeln dieses System öffentlich, lernen von den Teilnehmern und beobachten, wie es sich in der Praxis mit unseren Produkten verhält“, erklärt Meta. „Wir erwarten nicht, dass dieser Prozess perfekt sein wird.“ Auf Basis der gesammelten Erfahrungen soll das Community-Notes-Programm über die Zeit verbessert werden. Meta plant, seine weltweiten Faktenprüfer zu entlassen und stattdessen auf die kostenlosen Community Notes zufälliger Nutzer umzusteigen.

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