Meta Platforms setzt das Training seiner KI-Systeme mit Daten aus der EU fort. Nutzer, die ihre Daten nicht teilen möchten, müssen aktiv werden.
Meta Platforms verwendet erneut personenbezogene Daten von EU-Bürgern, um seine Künstliche Intelligenz (KI) zu trainieren. Dies gab der US-amerikanische Technologiekonzern am Montag bekannt. Betroffen sind Profile, Beiträge, Kommentare und andere öffentliche Äußerungen von Nutzern sowie nicht öffentliche Interaktionen mit den Sprachmodellen von Meta auf Plattformen wie WhatsApp, Threads, Instagram und Facebook innerhalb der Europäischen Union.
Unter dem Motto „Making AI Work Harder for Europeans“ führt Meta diese Praxis fort. Nutzer, die nicht wollen, dass ihre Daten auf diese Weise verwendet werden, müssen in den Einstellungen ihrer Konten eine Opt-Out-Option wählen. Meta versichert, dass private Nachrichten zwischen Nutzern sowie Beiträge von Konten, deren Inhaber jünger als 18 Jahre sind, nicht verwendet werden.
Bereits im letzten Jahr begann das Unternehmen, Daten zu sammeln, wurde jedoch von der irischen Datenschutzbehörde, die für Meta zuständig ist, gestoppt. Im Dezember einigten sich die Datenschutzbehörden der EU-Mitgliedsstaaten auf eine gemeinsame Richtlinie. Danach dürfen Datenkonzerne sich grundsätzlich auf das „berechtigte Interesse“ als Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten durch KI-Modelle berufen.
Meta Platforms behauptet Rechtskonformität
Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) hat hierfür einen dreistufigen Test entwickelt. Zunächst muss geprüft werden, ob der Anspruch auf Datenverarbeitung legitim ist. Anschließend erfolgt eine Überprüfung der Notwendigkeit dieser Datenverarbeitung. Zuletzt muss abgewogen werden, ob die Grundrechte der betroffenen Personen das Interesse des KI-Anbieters übersteigen.
Meta Platforms ist der Meinung, dass seine Interessen die Grundrechte der Betroffenen nicht beeinträchtigen und spricht von einer „konstruktiven“ Zusammenarbeit mit der irischen Datenschutzbehörde. Gleichzeitig besteht der Verdacht, dass Elons Musks Firma xAI, die personenbezogene Daten von EU-Nutzern für das Training ihres KI-Modells Grok nutzt, die Voraussetzungen nicht erfüllt. Die irische Behörde hat deshalb eine Untersuchung gegen xAI eingeleitet.
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Experte für Popkultur und Filmfan, erkundet Max Jäger die Welt der Unterhaltung mit neugierigem und lockerem Blick. Er teilt gerne die Geschichten hinter den Stars und entschlüsselt die Trends, die die Medienlandschaft prägen.





