Einem Bericht zufolge erleidet TV+ jährliche Verluste von über einer Milliarde US-Dollar. Auch andere Abonnementdienste von Apple zeigen Schwächen.
Obwohl Apple Sparmaßnahmen eingeleitet hat, schreibt der Video-Streaming-Dienst TV+ weiterhin rote Zahlen. Nach Informationen von The Information, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, belaufen sich die Verluste nun auf mehr als eine Milliarde US-Dollar pro Jahr. Branchenanalysten schätzen, dass TV+ bis Ende 2024 rund 40 Millionen Abonnenten haben wird, was weit hinter den Zahlen von Konkurrenten wie Netflix (über 300 Millionen Abonnenten) und Disney+ (über 120 Millionen Abonnenten) liegt. Apple hat bisher keine genauen Abonnenten- und Umsatzzahlen für seine Dienste veröffentlicht.
Erste Kostensenkungen bei TV+
Laut dem Bericht investiert der Konzern jährlich über 5 Milliarden US-Dollar in die Produktion von Inhalten und hatte von Anfang an hohe Verluste für die ersten zehn Jahre des Streaming-Dienstes eingeplant.
Im letzten Jahr hat Apple jedoch begonnen, Kosten zu senken. Hohe Ausgaben, wie die Kosten für Privatjets zur Beförderung von Stars und sehr teure Spielfilmproduktionen, die letztendlich wenig Anklang fanden, waren Apple-Chef Tim Cook und anderen Top-Managern ein Dorn im Auge. Die Kinofilmstrategie des Unternehmens wurde bereits im letzten Jahr angepasst: Bei dem mit Brad Pitt und George Clooney besetzten Film „Wolfs“ wurde auf eine Kinopremiere verzichtet, was den Regisseur verärgerte.
Die Produktionen von TV+ können eine lange Liste an Nominierungen und Auszeichnungen vorweisen, was auch Apple-Chef gerne betont. Bei den Serien sind Ted Lasso und Severance zwei deutliche Erfolge. Laut The Information zeigen auch andere Abonnementdienste von Apple Schwächen: Music, Arcade, Fitness+ und News+ seien zwar im Gegensatz zu TV+ profitabel, aber nur in bescheidenem Umfang. Zudem gebe es kaum Wachstum und bei Arcade und News+ seien die Nutzerzahlen zudem niedrig.
Vermeintlich geringes Wachstum bei Apple-Diensten
Die Services-Sparte von Apple ist das einzige Segment des Konzerns, das noch signifikantes Wachstum zeigt. Wesentliche Beiträge dazu leisten jedoch die zunehmend umstrittenen Provisionen aus dem App Store und der milliardenschwere Suchvertrag mit Google.
Auch im sechsten Jahr bleibt unklar, welche Strategie Apple mit diesem Geschäftsbereich verfolgt. Die Branche ist weiterhin ratlos über TV+ & Co. „Ich verstehe es einfach nicht – abgesehen vom Marketingaspekt“, äußerte Netflix Co-Chef Ted Sarandos kürzlich in einem Interview mit dem Magazin Variety, „aber dort arbeiten sehr intelligente Leute, vielleicht sehen sie etwas, was wir nicht sehen können“. Einige der Apple-Dienste sind an die Hardware von Apple gebunden, TV+ ist jedoch plattformübergreifend verfügbar und seit kurzem gibt es auch eine Android-App.
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Experte für Popkultur und Filmfan, erkundet Max Jäger die Welt der Unterhaltung mit neugierigem und lockerem Blick. Er teilt gerne die Geschichten hinter den Stars und entschlüsselt die Trends, die die Medienlandschaft prägen.





