Unscheinbar und doch von großer Bedeutung: Graue Kästen am Straßenrand sammeln Verkehrsdaten und tragen wesentlich zur Verkehrssteuerung bei.
Oft sind Autofahrer auf ihren gewohnten Routen unterwegs und übersehen dabei die kleinen, interessanten Details am Straßenrand. Manchmal sind es kuriose Schilder oder auch geheimnisvolle graue Kästen, die an Laternen oder Ampelmasten befestigt sind. In diesen Gehäusen verbergen sich hochentwickelte Messinstrumente, die deutschlandweit im Einsatz sind.
Bedeutend und unauffällig: Geräte zur Verkehrserfassung
Diese grauen Kästen sind Verkehrszählgeräte. Oft sind sie nicht direkt sichtbar, sondern in Standard-Leitpfosten eingebaut.
In Bayern sind laut dem Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr etwa 700 dieser Geräte installiert, von denen 600 in Leitpfosten integriert sind. Die übrigen sind die bekannten grauen Kästen, die teilweise nur temporär verwendet und anschließend wieder abgebaut werden.
Diese Radargeräte ermöglichen es Kommunen, wichtige Daten über den Verkehr zu sammeln, die bei der
- Vermeidung von Verkehrsstaus
- Verbesserung der Verkehrssicherheit
- Reduzierung von Emissionen
- Verringerung des Straßenlärms
- Unfallanalyse und -prävention
helfen können. Auf Grundlage dieser Daten können dann effektive Verkehrsmanagemententscheidungen getroffen werden.
Einblick in die Technik
Die batteriebetriebenen Radargeräte sammeln zahlreiche Verkehrsdaten, doch keine Sorge: Persönliche Daten wie Kfz-Kennzeichen werden nicht erfasst. Stattdessen werden Informationen wie:
- Fahrzeuganzahl und allgemeines Verkehrsaufkommen
- Fahrzeuglänge
- Achskonfiguration und -abstände
- Position des Motorblocks
- Lautstärkemessungen in dB
- Geschwindigkeit der Fahrzeuge
erfasst. Diese Daten helfen, die hauptsächlich vorbeifahrenden Fahrzeugklassen zu bestimmen. Manche Geräte können fast eine Million Datensätze speichern.
Nutzen für Autofahrer
Auch für Autofahrer sind diese Zähler von Vorteil: Sie können zur intelligenten Steuerung von Ampelanlagen verwendet werden. Ein Beispiel dafür ist die Schlosskreuzung in Paderborn.
Hier wird ein Pilotprojekt durchgeführt, bei dem die Verkehrszählgeräte von Topos genutzt werden. Durch die Echtzeitdaten können die Ampeln flexibel und bedarfsgerecht auf Grün schalten, was unnötige Wartezeiten und Umweltbelastungen reduziert. Das Projekt lief über drei Jahre und es bleibt abzuwarten, ob solche Technologien flächendeckend in Deutschland eingeführt werden können. Sie könnten das Autofahren erheblich angenehmer gestalten.
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