Ein fehlerhaftes Update eines Virenscanners führte letztes Jahr zu einem globalen Ausfall von Millionen Computern. Microsoft plant nun umfassende Änderungen in der Integration des Virenschutzes in Windows, um solche Zwischenfälle in Zukunft zu verhindern.
Viele erinnern sich noch an das Ereignis letztes Jahr, als ein Update des Virenscanners CrowdStrike Millionen von PCs weltweit stilllegte. Microsoft möchte solche Probleme künftig vermeiden und plant, seine Windows-Software technisch anzupassen.
Unter dem Namen Windows Resilienz Initiative plant Microsoft, sogenannte Kernel-Mode-Treiber zu überarbeiten. Diese werden unter anderem von Virenscannern genutzt, um tief ins System einzudringen und umfassenden Zugriff zu erhalten. Steht also das Ende der Virenscanner bevor?
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Virenscanner sollen aus dem Kernel-Modus: Microsofts umfassende Sicherheitsreform
Ein Ende der Virenscanner ist zwar nicht in Sicht, doch soll die Software aus dem riskanten Kernel-Modus in den sichereren Benutzer-Space verschoben werden. Dies erfordert bedeutende Anpassungen sowohl in Windows als auch in den Virenschutzprogrammen.
In einem Interview deutete Microsoft an, dass man nicht einfach neue Regeln vorgeben möchte, sondern eine gemeinsame Strategie mit den Virenscanner-Anbietern entwickeln will. Genannt wurden Firmen wie CrowdStrike, Bitdefender, ESET und Trend Micro.
David Weston, Vice President Enterprise und OS Security bei Microsoft, erklärte, dass es viele Partner gibt, mit denen man die neuen Anforderungen gemeinsam festlegen will. Die Anbieter sollen bereits im Juli eine spezielle Vorschauversion der neuen Windows Endpoint Security Platform erhalten, um ihre Programme daraufhin zu testen.
Einen genauen Zeitplan, wann Virenscanner komplett aus dem Kernel-Space entfernt sein müssen, hat Microsoft noch nicht genannt. Es scheint jedoch, dass man mit den Virenscannern beginnen möchte, gefolgt von weiteren Kernel-Mode-Treibern, wie beispielsweise Anti-Cheat-Engines für Spiele.
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Leidenschaftlich für Fakten, durchforstet Anna Köhler die Nachrichten, um eine klare und präzise Analyse globaler Ereignisse zu liefern. Mit langjähriger Erfahrung im Journalismus macht sie die Nachrichten für alle zugänglich, ohne Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen.





