Von : Max Jäger

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Smart Home Revolution: Entdecken Sie geniale Dashboards in Home Assistant!

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Elegantes Smart Home: Erstellt mit Home Assistant personalisierte Dashboards – ideal für ein altes Tablet als Wanddisplay. c’t 3003 erklärt, wie es funktioniert.

Home Assistant eröffnet nahezu grenzenlose Möglichkeiten, Ihr Smart Home zu organisieren – inklusive der Gestaltung individueller Dashboards. Ob Beleuchtung, Heizung, Zugabfahrtszeiten oder Müllentsorgung: Hat man erst einmal begonnen, entdeckt man schnell die Vielfalt der Optionen. c’t 3003 demonstriert, wie Sie in nur wenigen Minuten mit dem neuen Drag-and-Drop-Editor ein personalisiertes Dashboard kreieren können, speziell angepasst für Smartphones, alte Tablets oder große Bildschirme.

(Hinweis: Dieses Transkript richtet sich an Personen, die das obige Video nicht sehen können oder möchten. Der Text spiegelt nicht alle visuellen Inhalte wider.)

Schaut her, so sieht meine Smart-Home-Benutzeroberfläche aus – und sie kann so vielfältig sein. Nichts Standardisiertes, wie man es vielleicht erwartet. Mit Home Assistant kann ich unzählige Dashboards für verschiedene Anwendungsfälle und Geräte erstellen. Home Assistant ist eine Open-Source-Alternative zu Alexa, Apple oder Google Home, die lokal auf einem Raspberry Pi oder einem anderen Server läuft und es ermöglicht, alle Smart-Home-Geräte in einem Netzwerk zu integrieren.

In diesem Video zeige ich, wie flexibel dieses Tool ist. Ich entscheide selbst, wie Geräte und andere Elemente meines Smart Homes dargestellt werden. Im Gegensatz zu den eingeschränkten Anpassungsmöglichkeiten bei Apple und Google, bietet Home Assistant totale Kontrolle. Ich kann alles anpassen, Elemente hinzufügen und so persönliche Dashboards erstellen, die dann nicht nur Licht und Temperatur anzeigen, sondern auch, ob die Waschmaschine noch läuft, meine nächsten Termine, die Müllabfuhr, Netzwerkauslastung, die nächsten U-Bahn-Zeiten oder ob Post im Briefkasten ist. Und das ist nur das Dashboard auf diesem alten Tablet an der Wand. Auf anderen Geräten mit unterschiedlich großen Displays könnte ich andere Ansichten wollen. Oder vielleicht möchten Sie für andere Bewohner oder Gäste ein einfacheres, übersichtlicheres Dashboard erstellen.

Die Möglichkeiten sind praktisch endlos, und es ist mittlerweile viel einfacher geworden, Dashboards zu erstellen – einfach per Drag-and-drop, ohne komplizierten YAML-Code. In diesem Video betrachten wir die Vorteile der Home Assistant Dashboards und wie Sie ganz einfach verschiedene Dashboards für alle Fälle selbst erstellen können, einschließlich nicht typischer Smart-Home-Funktionen. Aber Achtung: Einmal angefangen, kann es schnell überwältigend werden. Aber am Ende haben Sie den bestmöglichen Smart-Home-Controller für Ihre Bedürfnisse. Also, bleiben Sie dran.

Ihre Dashboards verwalten Sie im Menüpunkt „Dashboards“. Hier sehen Sie alle Ihre Dashboards und können unten ein neues hinzufügen. Sie haben die Möglichkeit, eine Karte, eine Webseite oder ein Standard-Dashboard zu erstellen. Aber wir wollen eigene, umfangreiche Dashboards gestalten. Deshalb wählen wir „Neues Dashboard“.

Bei diesem neuen Dashboard können Sie dann Einstellungen vornehmen. Das Standard-Layout ist seit einigen Monaten „Abschnitte“. Das vorherige Layout hieß „Kacheln“, welches Karten auf dem Dashboard automatisch anordnete. Für individuellere Anpassungen musste man früher auf YAML-Code zurückgreifen.

Im neuen „Abschnitte“-Layout funktioniert alles per Drag-and-drop. Wenn Sie Ihre Dashboards vor der Umstellung auf das neue Layoutsystem erstellt haben, können Sie diese jetzt einfach migrieren. Wählen Sie „Abschnitte“ aus den Einstellungen und Sie erhalten ein Duplikat, das Ihnen die bestehenden Kacheln im neuen Layout zeigt, sodass Sie diese einfach verschieben können.

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Wenn Sie ein neues Dashboard anlegen, wählen Sie am besten direkt „Abschnitte“ aus. Stellen Sie auch die maximale Anzahl der Abschnitte ein, die nebeneinander angezeigt werden sollen. Je nach Breite Ihres Displays können das zwei bis vier Abschnitte sein – bei einem Smartphone vielleicht nur einer. Aber wenn ein Dashboard mit vier Abschnitten auf einem kleinen Display angezeigt wird, werden diese einfach untereinander statt nebeneinander angezeigt, und Sie können durchscrollen. Jetzt geht es nur noch darum, die passenden Kacheln für die Entitäten auszuwählen, die Sie auf dem Dashboard haben möchten.

Um das zu verdeutlichen, bauen wir jetzt mein Haupt-Dashboard nach. Es läuft auf einem alten iPad, das zentral in der Wohnung an der Wand hängt. Bei dem 9,7-Zoll-Display sind zwei Spalten im Querformat ideal. Das Dashboard zeigt unter anderem Licht, Heizung und allgemeine Infos wie Wetter, Bahnabfahrten oder Müllabholung an. Da das Dashboard recht voll wird, sollen bestimmte Dinge nicht immer sichtbar sein. Das ist mittlerweile recht einfach geworden. Bevor Sie selbst mit dem Design beginnen: Bei Home Assistant gibt es die Möglichkeit, Themes zu verwenden – entweder generell für alle Dashboards oder nur für ein bestimmtes. Es gibt viele Themes, die Sie über HACS, den Community Store für Home Assistant, erhalten können. Dort kann ich neben Themes, die das Design des Dashboards ändern, auch Dashboard Cards installieren. Das sind vordesignte Kacheln, die zum Beispiel das Wetter schön darstellen. Ich habe mir ein paar solcher Kacheln ausgesucht, die ich für mein Dashboard schön finde.

Jetzt geht es los! Ich habe hier ein leeres Dashboard mit zwei Abschnitten vor mir. Sie sehen schon: Ich kann oben weitere Ansichten, also Tabs, hinzufügen. Das ermöglicht Ihnen, mit einem Klick oder Wischen zu wechseln, statt ein anderes Dashboard über die Seitenleiste aufzurufen. Für die meisten Dinge auf meinem Dashboard verwende ich Mushroom Cards. Das sind verschiedene Karten, die ich direkt im Dashboard hinzufügen kann. Warum sie Mushroom heißen, habe ich leider nicht herausfinden können. Vielleicht wissen Sie das? Ich beginne mit dem Licht. Es gibt die Mushroom Light-Karte, die ich gut personalisieren kann. Zuerst wähle ich die Entität aus – in diesem Fall Schlafzimmerlampen – und kann dann einstellen, welche Informationen neben dem Namen angezeigt werden sollen, ob ich einen Schieberegler für die Helligkeit möchte und was beim Antippen, Festhalten oder Doppeltippen passieren soll. Zum Beispiel: Antippen bedeutet ein- oder ausschalten, Festhalten zeigt mehr Infos an, und beim Doppeltipp startet eine Automation, die das entsprechende Licht in den nächsten 20 Minuten langsam auf 1 % dimmt. Ich möchte aber nur Geräte sehen, die auch angeschaltet sind. Dafür klicke ich auf Bedingungen und wähle unter Sichtbarkeit aus, wann die Lampen angezeigt werden sollen. Diese Funktion können Sie auch nutzen, um ein Dashboard auf mehreren Geräten zu verwenden, indem Sie bestimmte große Kacheln nur auf Desktops anzeigen lassen und nicht auf dem Smartphone. Oder Sie machen Inhalte nur für bestimmte Nutzer sichtbar.

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Diese Mushroom Cards nutze ich auch für meine Heizungssteuerung – das sieht ähnlich aus. Wenn Sie, so wie ich, einige Lampen und Thermostate haben, dann können Sie diese einfach duplizieren, anpassen und das so oft wiederholen, bis Sie alle eingebunden haben. Als Nächstes möchte ich die nächsten Müllabfuhr-Termine angezeigt bekommen. Dazu habe ich mir die einzelnen Termine für 2025 direkt bei meinem örtlichen Müllentsorgungsunternehmen als Kalender-Download geholt, sie in einen Google-Kalender gepackt und dann hier über die TrashCard aus HACS einfach aufs Dashboard gelegt. Wenn bei Ihnen auch diese Fehlermeldung kommt, müssen Sie nur die Anzahl der Tage in der Zukunft hier erhöhen – und schon werden Ihnen die einzelnen Abfallarten mit dem nächsten Abholtermin aufgelistet. Bei Vorlagen sollten Sie noch die Müllarten, die bei Ihnen abgeholt werden, anpassen und unter Mustererkennung den genauen Namen aus dem Kalender eintragen – z. B. Leichtverpackungen. Dadurch bekommen die Karten dann die Farben, die Sie für die jeweilige Müllart eingestellt haben. Bei Ereigniszeitpunkt anzeigen als habe ich „Tage bis“ ausgewählt, statt das genaue Datum anzuzeigen.

Das Einbinden der nächsten U-Bahn-Abfahrten ist ohne Erweiterungen möglich. Sie können sich auf dieser Seite einen persönlichen Abfahrplan für Ihre Wunschstation erstellen und dann einfach den Link in eine Webseite-Karte kopieren. Da müssen Sie nur die Höhe unter Layout einstellen. Ich habe hier 5 ausgewählt. Dadurch nimmt die Karte nicht so viel Platz weg, zeigt die nächsten Abfahrten an und ich kann in der Karte nach unten scrollen, um spätere Abfahrten zu sehen.

Neben diesen Dingen, die ich jetzt auf meinem Dashboard habe, gibt es noch viele weitere Möglichkeiten. Ich kann mir zum Beispiel eine Kachel mit Warnmeldungen von NINA anlegen. Oder Sie wollen den Stundenplan Ihrer Kinder oder das Kantinenessen auf einem Dashboard anzeigen. Oder die Auslastung Ihres Heimservers. Geht alles – ist aber teilweise etwas frickelig, weil Sie dafür zum Beispiel Webseiten scrapen müssen. Bei heise online haben wir viele Praxis-Anleitungen, wo Schritt für Schritt erklärt wird, wie Sie zum Beispiel die Daten von einem Speiseplan extrahieren können und auf Ihr Dashboard bekommen.

Ja, und so sieht das dann aus, wenn es an der Wand hängt. Neben diesem Dashboard habe ich noch drei andere, die wirklich produktiv im Einsatz sind. Einmal mein Steuer-Dashboard am Smartphone. Da war mir vor allem wichtig, dass es super übersichtlich ist und ich genauso schnell wie per Sprachbefehl Licht und Heizung steuern kann. Und ich habe mir mein Haupt-Dashboard dupliziert und einfach noch zwei Reihen hinzugefügt, und schon sieht das auch auf einem großen PC-Monitor ordentlich aus.

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Ach ja, und eine Gäste-Fernbedienung habe ich noch. Da ist der Vorteil, dass Sie bei Home Assistant einfach weitere Benutzer hinzufügen können. Einen Benutzer habe ich „Gast“ genannt, ihm die wenigsten Rechte zugeteilt und ihn dann einfach mit den Login-Daten auf einem alten Android-Smartphone angemeldet. Natürlich können Sie auch einen extra Account für Leute machen, die öfter bei Ihnen sind und sich über ihr eigenes Smartphone einloggen wollen.

Der Gast sieht dann nur die Geräte, die ich ihm auf die Gäste-Fernbedienung gelegt habe – also zum Beispiel die Heizung im Gästezimmer und bestimmte Lichter, aber nicht das Licht in meinem Schlafzimmer. So eine genaue Beschränkung auf einzelne Geräte in Ihrem Smart Home bekommen Sie mit den Systemen von Google oder Apple nicht. Google erlaubt sowas am ehesten über Raumgruppierungen, aber das geht nur für maximal sechs Personen und nicht für bestimmte Geräte. Apple erlaubt das Einladen von Gästen in der Home-App, aber nur für Sicherheitssysteme wie smarte Türschlösser oder Alarmanlagen. Lichtsteuerung oder Heizung? Fehlanzeige. Da ist Home Assistant viel umfangreicher und personalisierbarer, was den Zugriff von Gästen betrifft.

Ich kann nur mein Fazit aus dem letzten Home-Assistant-Video wiederholen. Home Assistant ist für mich nach wie vor die beste Alternative zu den großen Plattformen wie Apple, Google oder Alexa. Was mir in den letzten Monaten vor allem im Vergleich zu Apple oder Google Home aufgefallen ist: Seit ich Home Assistant wirklich richtig eingerichtet habe, benötige ich viel seltener Dashboards zum Steuern. Das Licht und die Heizung funktionieren weitgehend automatisiert – basierend auf Kalendereinträgen, Außen- und Innentemperatur und natürlich Anwesenheitserkennung.

Und das ist eigentlich auch der Kerngedanke von Smart Home: Nicht nur „Ich benutze jetzt mein Smartphone statt eines Lichtschalters“, sondern mein Smart Home erkennt, wann das Licht ein- und ausgeschaltet werden sollte. Wie ist das bei Ihnen? Haben Sie mehrere Dashboards für unterschiedliche Zwecke, oder versuchen Sie, alles in einem zu integrieren? Und was haben Sie darauf platziert? Schreiben Sie es gerne in die Kommentare.


c’t 3003 ist der YouTube-Kanal von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.

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