Polizeifahrzeuge sind mit speziellen Zusatzgeräten ausgestattet, aber nicht jedes Auto verfügt über diese.
Beim genaueren Betrachten unserer Umgebung stoßen wir oft auf Gegenstände, deren Zweck nicht sofort ersichtlich ist. Dies können merkwürdige Schilder oder unauffällige graue Rohre im Wald sein.
Auch an einigen Polizeiautos findet man eine kleine Vorrichtung am Kotflügel, die zunächst wie ein kleines Schloss aussieht. Dient dies dazu, den Motorraum gegen unbefugtes Öffnen zu sichern?
Die befragten Polizisten vor Ort konnten uns keine Auskunft geben, also haben wir die Antwort selbst herausgefunden.
Die Funktion der Vorrichtungen an Polizeiautos
Der silberne Anbau am Kotflügel des Polizeiautos ist kein Schloss, sondern eine Halterung für einen sogenannten Fahrzeug-Stander.
Dieser Begriff bezeichnet kleine Flaggen, die bei Staatsbesuchen an den Fahrzeugen hochrangiger Politiker zu sehen sind, meist jedoch an schwarzen, gepanzerten Fahrzeugen und nicht an Polizeiautos.
Die Bezeichnung „Stander“ kommt aus dem Mittelalter und beschreibt ursprünglich die Banner, die von Rittern getragen wurden. Die modernen kleinen Flaggen sind oft dreieckig oder quadratisch.
Nach den Richtlinien der Bundesregierung dürfen diese Flaggen geführt werden, wenn sich eine Amtsperson im Fahrzeug befindet, wie im Protokoll Inland festgelegt.
Spezifische Regeln für die Nutzung von Flaggen auf Fahrzeugen
Seit 1996 gibt es spezifische Vorschriften für die Größe der Stander auf offiziellen Fahrzeugen. So erhält der Bundespräsident die Standarte der Bundesrepublik Deutschland, die den Bundesadler auf goldenem Grund zeigt.
Andere hochrangige Amtsträger wie der Präsident des Bundestages oder der Bundeskanzler führen die Bundesdienstflagge im Format 30 × 30 cm, während deren Stellvertreter kleinere Flaggen erhalten.
Die Flaggen werden mittels eines Bajonettverschlusses am Kotflügel befestigt, was die schlossähnliche Form erklärt. Allerdings ist nicht jedes Polizeiauto mit dieser Vorrichtung ausgestattet.
Das fotografierte Fahrzeug stand in der Nähe der Theresienwiese in München während des Oktoberfestes, wo viele Einsatzkräfte benötigt werden – daher ist es wahrscheinlich, dass auch dieses speziell ausgestattete Auto im Einsatz war.
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