Fischstäbchen sind eine beliebte und schnell zubereitete Mahlzeit, bergen jedoch Risiken bei übermäßigem Verzehr, wie wissenschaftliche Untersuchungen nahelegen. Erfahren Sie hier, welche Mengen von Experten als unbedenklich angesehen werden.
Fischstäbchen erfreuen sich als Tiefkühlkost sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen großer Beliebtheit. Doch Vorsicht ist bei der Portionsgröße geboten.
Die Stiftung Warentest hat in Laboranalysen festgestellt, dass Fischstäbchen den Schadstoff 3-Monochlorpropandiol (3-MCPD) enthalten können. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit weist darauf hin, dass 3-MCPD „ein unerwünschter Stoff ist, der bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln aus natürlichen Zutaten entstehen kann“.
Bei einer Temperatur von etwa 180 Grad Celsius können 3-MCPD-Fettsäureester freigesetzt werden, die krebserregend wirken und die Nieren schädigen können. Diese Temperatur wird beim Braten, Backen oder Frittieren schnell erreicht, wodurch sich die gefährlichen Substanzen bilden.
Bisher wurden die schädlichen Effekte vor allem durch Tierversuche nachgewiesen, dennoch wird empfohlen, den Verzehr zu moderieren.
Lesen Sie auch: Ideale Zubereitung: Fünf Tipps für knusprige Fischstäbchen
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat den TDI (tolerierbare tägliche Aufnahmemenge) auf etwa zwei Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Ein Kind darf daher maximal 60 Mikrogramm 3-MCPD aufnehmen, ein Erwachsener etwa 160 bis 200 Mikrogramm.
Maximale Menge an Fischstäbchen: Empfehlungen für den Konsum
Laut Stiftung Warentest sollte ein 16 Kilogramm schweres Kind nicht mehr als drei Fischstäbchen von bestimmten Marken verzehren, da der MCPD-Gehalt teilweise sehr hoch ist. Jedoch ist nicht nur MCPD ein gesundheitliches Risiko. Auch der hohe Fettgehalt spricht gegen häufigen Verzehr. Die Stiftung Warentest rät daher: Kita-Kinder sollten höchstens drei, Schulkinder bis Erwachsene maximal fünf Fischstäbchen essen.
Auch pflanzliche Alternativen zu Fischstäbchen sind nicht frei von Belastungen. In anderen Fertigprodukten wie Veggie-Schnitzeln oder Chicken Nuggets wurden ebenfalls 3-MCPD nachgewiesen. Generell ist Vorsicht bei stark verarbeiteten Lebensmitteln aus Kühlung oder Tiefkühlung geboten, und der Konsum sollte eher die Ausnahme bleiben.
Quellen: Stiftung Warentest, Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Ähnliche Artikel
- Testsieger Sonnenmilch: Diese Creme übertrifft alle anderen!
- Top FFP2-Masken im Test: Sieger laut Stiftung Warentest enthüllt!
- Neuer Testsieger 2023: Beste Saugroboter mit Wischfunktion laut Stiftung Warentest!
- Krebsgefahr! Diese beliebten Lebensmittel können Ihr Risiko erhöhen
- Top Kaffeebohnen-Testsieger: Ihr bester Start in den Tag!

Leidenschaftlich für Fakten, durchforstet Anna Köhler die Nachrichten, um eine klare und präzise Analyse globaler Ereignisse zu liefern. Mit langjähriger Erfahrung im Journalismus macht sie die Nachrichten für alle zugänglich, ohne Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen.





