E-Bikes werden bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt. Durch Tuning kann diese Beschränkung umgangen werden, was jedoch kostspielig sein kann. Wir erklären, welche Strafen drohen und wieso man damit schnell Probleme bekommen kann.
In vielen Ländern, einschließlich der EU und Australien, wird die Motorunterstützung von E-Bikes bei 25 km/h abgeschaltet. Weiter beschleunigen kann man dann nur durch eigene Kraft oder bergab. Mit dem neuen Bauteil „SPEEDi“ der Firma NLS Components aus Neuseeland lässt sich die maximale Geschwindigkeit der meisten E-Bikes um 50 Prozent steigern, ohne den Motor oder die Elektronik zu verändern.
Das funktioniert folgendermaßen: In vielen E-Bikes befindet sich ein kleiner Magnet am Hinterrad, der zusammen mit einem Sensor die aktuelle Geschwindigkeit misst. Bei älteren Fahrradcomputern waren diese Magnete an den Felgenspeichen angebracht und der Sensor an der Vorderradgabel. Das Grundprinzip ist jedoch gleich geblieben.
Funktionsweise des „SPEEDi“
Der „SPEEDi“ gaukelt dem Sensor am Hinterrad vor, dass sich das Rad langsamer dreht. Dies wird durch ein kleines Getriebe im Plastikgehäuse ermöglicht, genauer gesagt ein Planetengetriebe mit einer Übersetzung von 1:1,5. Dadurch erhöht sich die Geschwindigkeit um 50 Prozent, was bei den üblichen 25 km/h eine neue Höchstgeschwindigkeit von 37,7 km/h bedeutet.
Der große Vorteil dieses Systems ist, dass es keinen Eingriff in das Steuerungs- und Motorsystem des E-Bikes erfordert: Drehmoment, Leistungsabgabe und Temperaturüberwachung funktionieren wie im Normalzustand.
Warum der Kauf von „SPEEDi“ nicht empfohlen wird
Interessenten sollten vorsichtig sein. Das Öffnen oder Modifizieren des Magnetsensors kann bei vielen E-Bike-Modellen zum Verlust der Garantie führen. Zudem ist es in Deutschland und anderen Ländern illegal, auf öffentlichen Straßen ein E-Bike zu fahren, dessen Höchstgeschwindigkeit manipuliert wurde, es sei denn, es wird als S-Pedelec ordnungsgemäß angemeldet und versichert.
Der „SPEEDi“ ist derzeit für 16 verschiedene Marken erhältlich, darunter Trek, Specialized, Giant und Cube. Laut der Website von NLS Components kann das Getriebe auch speziell für andere Marken hergestellt werden. Der Preis für das Bauteil liegt bei etwa 100 Euro zuzüglich Versandkosten, die aus Neuseeland beträchtlich sein können.
Während einige E-Bike-Fahrer mit cleveren Bauteilen auf höhere Geschwindigkeiten abzielen, bleibt Sicherheit ein zentrales Thema. Wer schneller fährt, sollte besonders auf angemessenen Kopfschutz achten. Unser umfassender Fahrradhelm-Test, basierend auf den Ergebnissen des F.A.Z. Kaufkompasses, zeigt, welche Helme zuverlässig schützen und welche überraschend schlecht abschneiden.
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