Ein Beziehungsberater gibt Einblick, wie Affären meist entdeckt werden, unter welchen Umständen sie nicht das Aus für eine Partnerschaft bedeuten und was die „vier apokalyptischen Reiter“ in Beziehungen sind.
In einer spannenden Folge von „Wer wird Millionär?“ gab es neben den üblichen Quizfragen auch tiefe Einblicke in die Welt der Paartherapie. Kandidat Hilmar Benecke, der selbst als Paartherapeut tätig ist und bereits eine Scheidung hinter sich hat, teilte interessante Details aus seinem Berufsalltag.
Auf die Frage von Moderator Günther Jauch, wer häufiger die Initiative zu einer Paartherapie ergreife, Männer oder Frauen, antwortete Benecke: „Öfter sind es die Frauen, die den ersten Schritt machen. Männer zögern länger und glauben oft, sie könnten Probleme allein bewältigen.“ Eine Umfrage des Magazins „Playboy“ zeigt, dass jeder vierte Befragte angibt, schon einmal eine Affäre gehabt zu haben, wobei Frauen leicht überrepräsentiert sind. Benecke erläuterte, wie Affären üblicherweise entdeckt werden und dass sie nicht zwangsläufig das Ende einer Beziehung bedeuten müssen. Zusätzlich sprach er über die „vier apokalyptischen Reiter“ in Partnerschaften.
Häufige Entdeckung von Affären
Nach Beneckes Erfahrung sind Affären oft der Hauptgrund für Eheprobleme, wobei auch die mangelnde Wertschätzung eine Rolle spielt. Auf die Frage, wie die meisten Affären ans Licht kommen, antwortete der Therapeut: „Heutzutage oft durch das Mobiltelefon.“ Ein plötzliches, intensives Interesse am eigenen Handy kann Misstrauen wecken. „Das Handy leuchtet auf, und schon habe ich es in der Hand“, erklärte er.
Untreue: Frauen sind öfter beteiligt und vergeben seltener
In Beziehungen gilt eine Affäre oft als schwerwiegender Vertrauensbruch. Eine Umfrage aus dem Jahr 2021 zeigt jedoch, dass Seitensprünge gar nicht so selten sind: Fast ein Viertel der Männer und mehr als ein Viertel der Frauen gaben an, ihrem Partner bereits untreu gewesen zu sein. Dabei sind Männer etwas eher bereit zu vergeben. In einem Gespräch betonte die Münchner Paartherapeutin Beatrice Wagner, dass eine Affäre nicht automatisch das Ende einer Beziehung bedeuten muss.
Unterschiedliche Arten von Affären
Es gibt unterschiedliche Arten und Schweregrade von Affären. Ein einmaliger Fehltritt wie ein betrunkener One-Night-Stand sei für Wagner persönlich kein Trennungsgrund, wohingegen eine länger andauernde Affäre mit Lügen und Geheimnissen schwerwiegender sei. Wagner betont, dass es besser sei, anstehende Probleme in der Beziehung anzusprechen und gemeinsam Lösungen zu finden, statt sich in eine Affäre zu flüchten.
Beziehungskrisen: Die vier apokalyptischen Reiter
Wagner erklärt, dass neben Untreue auch andere Anzeichen auf tiefgreifende Probleme in einer Beziehung hindeuten können. Diese werden von dem bekannten Paarpsychologen John Gottman als die „vier apokalyptischen Reiter“ bezeichnet: Kritik, Verachtung, Verteidigungsverhalten und Rückzug. Jedes dieser Anzeichen kann auf ernsthafte Schwierigkeiten hinweisen und sollte angegangen werden, um eine mögliche Trennung zu verhindern.
Richtig reagieren und die Beziehung retten
Wichtig ist nicht das Vorhandensein von Konflikten per se, sondern die Art und Weise, wie Paare damit umgehen. Experten wie Gottman betonen, dass es entscheidend ist, die „vier Reiter“ zu erkennen und effektiv zu bekämpfen. Anstelle von Kritik sollten Partner konstruktiv kommunizieren, Verachtung durch Wertschätzung ersetzen, defensives Verhalten durch Verantwortungsübernahme austauschen und Rückzug durch offene Kommunikation vermeiden.
Langfristiges Liebesglück: Tipps für die Ewigkeit
Therapeutin Wagner gibt Tipps für eine dauerhafte Beziehung: das Gefühl der Frische zu bewahren, Wertschätzung zu zeigen und gemeinsame Erlebnisse zu schaffen, wie beispielsweise Tanzkurse oder andere gemeinsame Aktivitäten.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich bei unseren Kollegen von focus.de.
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