BMW hat bei seinem Modell 330e sowohl die Batterie als auch die Ladekapazität wesentlich verbessert. Kann der Plug-in-Hybrid nun Fahrspaß mit niedrigen Betriebskosten verbinden? Ein ausführlicher Testbericht.
Auf den ersten Blick scheint die Entscheidung bereits gefallen zu sein, ohne dass ein Rad sich gedreht hat. Der Kia EV6 AWD bietet mehr Raum, übertrifft den BMW 330e in der Leistung und ist zudem günstiger. Es sieht so aus, als hätte der 330e keine Chance, aber er bietet dennoch einige Merkmale, die ihn für seine Zielgruppe attraktiv machen. BMW tut gut daran, diese Stärken zu bewahren. Erhält diese Generation des 3er in ihrer späten Bauphase mit dem verbesserten Plug-in-Hybrid eine ansprechende Überarbeitung? Der BMW 330e Touring mit Hinterradantrieb wird getestet.
Steuervorteile
Seit nunmehr sechs Jahren ist die aktuelle siebte Generation des Dreiers auf dem Markt. Die Automobilwelt hat sich, insbesondere was Antriebstechnologien angeht, stark weiterentwickelt. Mit dem i4 erhielt der Dreier zum ersten Mal in seiner Geschichte eine vergleichbar große Elektroauto-Alternative zur Seite gestellt. Der Plug-in-Hybrid war lange Zeit wie ein stiefmütterlich behandeltes Anhängsel, das geringe Reichweite mit hohem Verbrauch und langsamer Ladegeschwindigkeit kombinierte. Dennoch fand er Käufer, hauptsächlich dank beträchtlicher politischer Förderungen. Übrig geblieben ist davon heute eine ermäßigte Steuerlast für privat genutzte Dienstwagen. Statt einem ganzen Prozent muss nur ein halbes Prozent des Listenpreises als geldwerter Vorteil versteuert werden.
Verbessert
Im letzten Jahr hat BMW sich schließlich dazu durchgerungen, den Plug-in-Hybrid technisch zu verbessern. Der Energieinhalt der Batterie wurde auf 19,5 kWh erhöht und die maximale Ladeleistung von 3,7 kW auf 11 kW angehoben. Diese Änderungen erleichtern die Nutzung im elektrischen Betrieb erheblich, auch wenn BMW damit nicht an die Spitze der Entwicklungen rückt. Neue Plug-in-Hybride von Volkswagen können beispielsweise auch mit Gleichstrom geladen werden, bei Mercedes ist dies bereits seit einigen Jahren möglich. Trotzdem ist der Fortschritt im 3er bemerkenswert, denn die Batterie ist nach etwas mehr als zwei Stunden wieder voll geladen. Das ist zwar kein Rekord, stellt aber eine erhebliche Verbesserung gegenüber früheren Modellen dar, zudem erhöht sich dadurch die Reichweite.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „BMW 330e im Test: Unterhaltsames Steuersparmodell“.
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