In zahlreichen deutschen Regionen stehen Freibäder vor dem Problem, nicht genügend ausgebildete Rettungsschwimmer zu finden. Diese Personalnot führt oft zu kürzeren Öffnungszeiten und birgt Risiken für die Sicherheit der Besucher.
Die Freibadsaison dieses Jahres beginnt in Deutschland unter schwierigen Vorzeichen: Eine steigende Zahl von Bädern muss die Betriebszeiten einschränken oder komplett schließen – eine direkte Folge des gravierenden Fachkräftemangels. Es herrscht ein akuter Mangel an Rettungsschwimmern, und der Nachwuchs bleibt aus, was sich in reduzierter Sicherheit und weniger Freizeitmöglichkeiten niederschlägt und das vorhandene Personal stark belastet.
Mangel an Fachkräften in Schwimmbädern
Der „Bundesverband der Deutschen Schwimmmeister“ berichtet, dass deutschen Schwimmbädern zwischen 2.000 und 3.000 Fachkräfte fehlen. Diese Lücke führt dazu, dass zahlreiche Freibäder ihre Öffnungszeiten verkürzen oder ganz schließen müssen. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel bleiben einige Bäder aufgrund des Personalmangels geschlossen oder öffnen später am Tag. In Baden-Württemberg mussten letztes Jahr rund 32 Bäder teilweise oder gar nicht öffnen, da es an notwendigem Aufsichtspersonal mangelte.
Ursachen des Fachkräftemangels
Die Ursachen des Mangels sind vielschichtig. Viele Mitarbeiter haben während der Corona-Pandemie andere berufliche Wege eingeschlagen und kehren nicht zu ihren vorherigen Positionen zurück. Zusätzlich sind die Arbeitszeiten in den Bädern, oft abends und an Wochenenden, für viele junge Leute unattraktiv. In Sachsen-Anhalt setzt sich die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) dafür ein, ehrenamtliche Rettungsschwimmer besser zu vergüten, um sie zum Dienst zu motivieren.
Lesetipp: Schwimmflügel Test: Die besten Modelle für sicheres Planschen
Auswirkungen auf die Freibadsaison
Die negativen Folgen des Personalmangels machen sich in vielen Bädern bemerkbar. In Heilbronn etwa können zwei der drei städtischen Freibäder nur verspätet und mit reduzierten Öffnungszeiten in Betrieb gehen. Die Stadtwerke Heilbronn versuchen mit kreativen Lösungen, wie dem Personalaustausch mit Vereinen und einer Werbekampagne für Ferienjobber und Quereinsteiger, die Saison zu retten. Auch in Sachsen gleicht die Suche nach Rettungsschwimmern einer „Suche nach der Nadel im Heuhaufen“.
Lösungsansätze und Ausblick
Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, setzen viele Bäder auf Ausbildungsprogramme und Kooperationen mit anderen Einrichtungen. In Sachsen-Anhalt wurde beispielsweise ein neues Ausbildungszentrum in Halle eröffnet, um mehr Menschen für den Beruf des Rettungsschwimmers zu gewinnen. Trotzdem bleibt die Lage angespannt. Die DLRG fordert verstärkte Investitionen in die Ausbildung und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Schwimmbädern, um die Sicherheit der Badegäste weiterhin gewährleisten zu können.
Quellen:
- SWR Aktuell
- DLRG fordert mehr Geld für Rettungsschwimmer in Sachsen-Anhalt | MDR.DE
- Freibäder kämpfen mit Personalmangel | tagesschau.de
Ähnliche Artikel
- Rundfunkbeitrag unverändert: 18,36 Euro – Keine Erhöhung in Sicht!
- Schockierende Enthüllung: Kalkwasser trinken ist sicher – die Gründe!
- Achtung: Schrottfahrräder kosten uns alle Geld in Deutschland!
- Achtung Eltern! Diese Kinderfahrräder fallen bei Stiftung Warentest durch!
- Revolutionäres Kugel-Fahrrad: Rollt mühelos in jede Richtung!

Leidenschaftlich für Fakten, durchforstet Anna Köhler die Nachrichten, um eine klare und präzise Analyse globaler Ereignisse zu liefern. Mit langjähriger Erfahrung im Journalismus macht sie die Nachrichten für alle zugänglich, ohne Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen.





