Von : Max Jäger

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Über eine Million Verkäufe auf Steam: „Dwarf Fortress“ erreicht Meilenstein!

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Das Strategiespiel „Dwarf Fortress“ ist bereits seit Ende 2022 auf Steam erhältlich. Jetzt haben die Entwickler einen bedeutenden Verkaufserfolg vermeldet.

„Dwarf Fortress“ hat sich auf Steam bereits über eine Million Mal verkauft, wie der Publisher Kitfox Games auf Bluesky mitteilte. Um dieses Verkaufsergebnis zu erreichen, benötigte das populäre Strategiespiel etwa dreieinhalb Jahre, da „Dwarf Fortress“ erst Ende 2023 auf Steam erschien.

Bereits seit 2002 wird an „Dwarf Fortress“ gearbeitet, und vor seiner Veröffentlichung auf Steam war das Spiel immer kostenlos verfügbar. Für den Launch auf der Plattform von Valve haben die US-amerikanischen Entwickler Tarn und Zach Adams ihr Team erweitert, mit Kitfox Games einen Verlag verpflichtet und dem ursprünglich auf ASCII-Zeichen basierenden Spiel eine frische grafische Darstellung verliehen.

Um die gestiegenen Kosten zu bewältigen und nach vielen Jahren einen Gewinn mit ihrem Projekt zu erzielen, setzten die Adams-Brüder den Verkaufspreis auf 29 Euro fest. Diesen Preis hielt „Dwarf Fortress“ nahezu konstant bei: Obwohl das Spiel oft Teil von Rabattaktionen war, betrug der höchste Rabatt nur 20 Prozent – was einem reduzierten Preis von etwa 23 Euro entspricht. Es lässt sich grob schätzen, dass Kitfox mit den Verkäufen auf Steam mindestens 25 Millionen Euro eingenommen haben könnte – abzüglich der Anteile für den Steam-Betreiber Valve, der bis zu 30 Prozent der Einnahmen erhält.

Etwa zwei Monate nach dem Steam-Release von „Dwarf Fortress“ äußerten sich die Entwickler in einem Forenbeitrag erstmals über ihre finanzielle Lage. Zu diesem Zeitpunkt hatten sie bereits 7 Millionen US-Dollar mit dem Steam-Release verdient, von denen jedoch fast die Hälfte für Steuern und Geschäftsausgaben wie Gehälter abgezogen werden mussten.

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Der kommerzielle Release von „Dwarf Fortress“ kam auch aufgrund von gesundheitlichen Bedenken zustande: Zach Adams musste wegen Hautkrebs ins Krankenhaus, wie das Duo dem britischen Guardian sagte. Die Kosten in Höhe von 10.000 US-Dollar wurden größtenteils von der Versicherung seiner Frau übernommen. Dieses Ereignis machte den Brüdern die Bedeutung finanzieller Sicherheit bewusst. Bereits die Anfang 2023 eingenommenen 7 Millionen US-Dollar waren „ausreichend, um die Hauptprobleme bezüglich Gesundheit und Ruhestand zu lösen, die Freiberufler oft belasten“, erklärte Entwickler Tarn Adams damals im „Dwarf Fortress“-Forum.

Dies gibt einen seltenen Einblick in die finanzielle Situation von Indie-Entwicklern, wobei das Team von „Dwarf Fortress“ aufgrund des Erfolgs ihres Spiels finanziell deutlich besser dasteht als die meisten unabhängigen Teams. Schon vor dem Steam-Release erzielten die Adams-Brüder monatliche Einnahmen von etwa 15.000 US-Dollar, hauptsächlich durch Spenden.

„Dwarf Fortress“ kombiniert Elemente eines Dungeon Crawlers, Strategie-, Basisbau- und Wirtschaftssimulationsspiels und wird seit 2002 entwickelt. Über zwei Jahrzehnte hinweg hat „Dwarf Fortress“ eine Community aufgebaut, die den anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad und die spielerische Tiefe schätzt.

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