Die in Schwierigkeiten geratene Audiofirma Sonos hatte Pläne für ein ausgefallenes Zubehör: einen tragbaren Lautsprecher für iPhones.
Obwohl die iPhones von Apple relativ kräftige Lautsprecher für ihre Größe besitzen, erwartet niemand Hi-Fi-Qualität von ihnen. Aus diesem Grund hatte der auf Lautsprecher und Soundbars spezialisierte Hersteller Sonos offenbar vor, einen speziellen Kompaktlautsprecher für Apple-Smartphones zu entwickeln. Die innovative Idee dabei war, dass das Gerät mit der MagSafe-Magnettechnologie von Apple am iPhone befestigt werden sollte. Dennoch entschied sich Sonos letztlich dagegen, diesen MagSafe-Lautsprecher auf den Markt zu bringen, wie das IT-Blog The Verge berichtet.
Die Größe eines MagSafe-Batteriepacks
Bis zum letzten Jahr arbeitete Sonos an diesem Projekt, das insbesondere auf die jüngeren Generation Z abzielte. Ein Prototyp eines Miniatur-Lautsprechers wurde entwickelt, der mittels Magnet an den neueren iPhone-Modellen (ab der 12. Generation) angebracht werden konnte. Diese Idee ist allerdings nicht ganz neu; ähnliche Systeme gab es bereits vor einigen Jahren von JBL für Motorola-Smartphones, bei denen der Sound automatisch auf den am Gerät befestigten Lautsprecher überging. Technisch wäre dies auch mit MagSafe möglich gewesen, indem eine Komponenten-ID an das iPhone übermittelt und die Verbindung dann via Bluetooth hergestellt worden wäre.
Der kleinere Hersteller Scosche bietet mit dem BoomCan MS bereits ein ähnliches, rundes und ziemlich voluminöses Produkt für iPhones an, das der Idee von Sonos nahekommt. Um Stereoklang zu erzielen, benötigt man jedoch zwei dieser Lautsprecher, die jeweils knapp 30 US-Dollar kosten. Sonos plante jedoch ein eher rechteckiges Design, das eine längere Verbindungsdauer mit dem iPhone ermöglichen sollte. Das Aussehen der Prototypen sollte dem bekannten MagSafe-Batteriepack von Apple ähneln.
Interesse verloren, dann App-Fiasko
Sonos beabsichtigte, für den technischen Aufbau einen innovativen Transducer zu verwenden, der auch auf kleinem Raum guten Klang ermöglicht – diese Technologie stammt vom Unternehmen Mayht, das Sonos im Jahr 2022 übernommen hatte. Das Unternehmen entschied sich jedoch dagegen, das Gerät zu produzieren, da technische Einschränkungen und eine zu kleine Zielgruppe vorlagen.
Kurz nach Beginn dieses Projekts hatte der Hersteller zudem mit weiteren Problemen zu kämpfen: Eine neue Sonos-App, die aufgrund fehlender Funktionen und weiteren Schwierigkeiten bei den Nutzern schlecht ankam, führte letztendlich zur Entlassung des Geschäftsführers und von 200 Mitarbeitern. Die Mayht-Technologie findet sich jetzt in der Soundbar Sonos Arc Ultra wieder.
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Experte für Popkultur und Filmfan, erkundet Max Jäger die Welt der Unterhaltung mit neugierigem und lockerem Blick. Er teilt gerne die Geschichten hinter den Stars und entschlüsselt die Trends, die die Medienlandschaft prägen.





