Smart-TV-Plattformen wie Roku, Vizio oder Samsung generieren zunehmend Einkommen durch zielgerichtete Werbung und überwachen dazu die Aktivitäten ihrer Nutzer auf dem Bildschirm.
Viele Hersteller von Smart-TVs, Entwickler von TV-Plattformen und Streaming-Dienste setzen verstärkt auf personalisierte Werbung, um ihre Einnahmen zu steigern. Diese Entwicklung zu werbefinanzierten Angeboten ist ein Branchentrend: TV-Hersteller streben danach, weiterhin aus den bereits verkauften Geräten Profit zu schlagen. Unternehmen wie Samsung, LG und Vizio haben spezifische Ansätze für zielgerichtete Werbung entwickelt, während Technologie-Giganten wie Amazon und Google ihre umfangreichen Nutzerdaten nutzen, um personalisierte Werbung auf ihren Plattformen zu schalten. Auch Hersteller von Streaming-Geräten wie Roku möchten nicht nur am Markt teilnehmen, sondern ihn aktiv mitgestalten.
Laut einem Bericht des Magazins Vox hat sich Roku von einem Hardware-Hersteller zu einem Werbeunternehmen gewandelt. Für das Jahr 2024 werden Werbeeinnahmen in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar erwartet, was 85 Prozent seiner Gesamteinnahmen ausmacht. Kürzlich machte Roku Schlagzeilen mit aggressiven Werbemethoden, indem es Werbeclips wie einen Trailer für „Moana 2“ abspielte, bevor die Nutzer den Homescreen erreichten. Zudem fiel Roku letztes Jahr durch die Anmeldung eines Patents auf, das es ermöglicht, Werbung auch bei der Nutzung von HDMI-Eingängen einzuspeisen.
Roku & Co. nutzen automatische Inhalteerkennung
Die dabei verwendete Technologie heißt Automatic Content Recognition (ACR), die von Forschern im letzten Oktober hervorgehoben wurde. Sie funktioniert folgendermaßen: Smart-TVs erstellen regelmäßig sogenannte Hashes aus den visuellen und teilweise auditiven Inhalten, die sie aufnehmen. Diese digitalen „Fingerabdrücke“ werden verschlüsselt an die Clouds der Hersteller gesendet und dort mit einer Datenbank, die hauptsächlich Filme, Serien und Spiele umfasst, abgeglichen. Bei Übereinstimmungen können die Hersteller erkennen, was der Nutzer sieht oder spielt, und so detaillierte Nutzerprofile für zielgerichtete Werbung erstellen. Yash Vekaria, ein Doktorand, der an der Studie beteiligt war, bezeichnete diese Form der HDMI-Überwachung als „das Schrecklichste, was wir entdeckt haben“. Zuschauer, die für werbefreie Inhalte bezahlen, unterstützen dieses System, indem sie ihre Daten an die genutzten Streaming-Plattformen und TV-Hersteller weitergeben.
Roku hat laut Vox in letzter Zeit intensiv in ACR-Technologie investierende Firmen gekauft. Bereits 2023 gewann eine firmeneigene Technologie einen Emmy für Fortschritte in diesem Bereich. Roku rühmt sich damit, dass seine Fähigkeiten zur Datenerfassung „beispiellos“ seien, da es einen Marktanteil von 40 Prozent im Bereich der TV-Betriebssysteme hält. Ende 2024 waren laut der Marktforschungsfirma Antenna bereits 43 Prozent aller Streaming-Abonnements in den USA werbefinanziert, was den Trend zu diesem Geschäftsmodell unterstreicht. Die meisten Nutzer stimmen der Überwachung unbewusst zu, wenn sie ihre Geräte einrichten. Verbraucher können die ACR-Funktion zwar in ihren TV-Einstellungen deaktivieren, doch vielen ist diese Möglichkeit nicht bekannt. Zudem kann das Deaktivieren oft die Funktionalität der Geräte und Dienste einschränken.
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Experte für Popkultur und Filmfan, erkundet Max Jäger die Welt der Unterhaltung mit neugierigem und lockerem Blick. Er teilt gerne die Geschichten hinter den Stars und entschlüsselt die Trends, die die Medienlandschaft prägen.





