Teelichtofen selbst bauen – eine behagliche, jedoch begrenzte Wärmequelle
Der Eigenbau eines Teelichtofens hat sich zu einem fast kultigen Phänomen entwickelt. Er bietet eine angenehme Wärme, allerdings weniger, als manche erwarten mögen.
Teelichter erzeugen eine gemütliche Atmosphäre in Wohnräumen oder im Wintergarten. Allerdings eignen sie sich nicht dazu, einen Raum effektiv zu erwärmen, da die Wärmeabgabe sehr lokalisiert ist. Eine bessere Wärmeverteilung erreicht man mit einem selbstgebauten Ofen aus Terrakotta-Töpfen, die Wärme speichern und gleichmäßig abgeben. Dies eignet sich hervorragend, um beispielsweise die Hände zu wärmen oder Getränke länger heiß zu halten.
Hier erfahren Sie, wie Sie solch einen Ofen einfach und kostengünstig selbst herstellen können – ohne Bohren. Nicht jeder hat zu Hause das nötige Werkzeug. Zudem wird erläutert, ob der Mini-Ofen wirklich eine praktikable Heizalternative darstellt.
1. Schritt: Materialien zusammenstellen
Ein Teelicht-Ofen besteht aus simplen, kostengünstigen Materialien, die zusammen nicht mehr als 10 Euro kosten sollten. Einige dieser Teile finden sich vielleicht sogar schon in Ihrem Haushalt:
- Teelichter
- zwei Tontöpfe unterschiedlicher Größe mit Loch
- eine lange Sechskantschraube (60 oder 80 mm)
- 4 große Unterlegscheiben
- 1 Distanzmutter
- 1 Flügelmutter
- 3 feuerfeste Objekte als Stütze (z.B. Winkel oder Pflanztopffüße)
- eine feuerfeste Unterlage (z.B. Pizzastein, Schieferplatte oder Metalltablett)
Stellen Sie sicher, dass Distanzmutter und Flügelmutter denselben Durchmesser wie die Schraube haben. Die Schraube muss zudem durch das innere Loch der Unterlegscheibe passen. Die Distanzmuffe sollte nicht zu lang sein, damit der kleinere Topf nicht über den Rand des größeren hinausragt.
Schritt 2: Töpfe verbinden
Da die Tontöpfe bereits Löcher besitzen, ist kein Bohren nötig. Achten Sie darauf, dass die Unterlegscheiben groß genug sind, um die Löcher abzudecken. Vorgehensweise:
- Unterlegscheibe auf das Loch des größeren Topfes legen und Schraube durchstecken.
- Schraube innen mit einer Unterlegscheibe und der Distanzmuffe sichern.
- Weitere Unterlegscheibe auf die Distanzmuffe legen.
- Den kleineren Topf einsetzen und mit der letzten Unterlegscheibe sowie der Flügelmutter befestigen.
Nachdem Sie die Konstruktion zusammengesetzt haben, platzieren Sie die Töpfe auf den Erhöhungen. Achten Sie darauf, dass genügend Luft an die Kerzen gelangen kann, um ein Ersticken der Flamme zu vermeiden. Die warme Luft sammelt sich zuerst im inneren Topf und strömt dann zwischen den Töpfen umher, wodurch der äußere Topf sich erwärmt und als Handwärmer genutzt werden kann. Auch das Licht der Kerzen trägt zu einer gemütlichen Atmosphäre bei.
Sicherheitsregeln für den Teelicht-Ofen beachten
Bei der Nutzung von offenem Feuer in geschlossenen Räumen müssen bestimmte Sicherheitsregeln beachtet werden:
- Auf einem stabilen, nicht leicht entflammbaren Untergrund aufstellen
- Den Teelicht-Ofen niemals unbeaufsichtigt lassen
- Nicht zu viele Kerzen verwenden, oft reichen vier bis fünf
- Ein Mindestabstand zwischen den Kerzen von etwa drei Zentimetern einhalten
- Den Ofen für Kinder und Haustiere unzugänglich aufstellen
Taugt der Teelicht-Ofen zum Heizen?
Der Teelicht-Ofen ist nicht geeignet, um einen Raum effektiv zu erwärmen. Ein Teelicht erzeugt maximal 40 Watt, während ein herkömmlicher Heizkörper über 2.000 Watt leistet. Um einen Raum angenehm zu temperieren, sind weitaus mehr Kerzen nötig, was weder effizient noch kostensparend ist. Allerdings kann der Teelicht-Ofen an kühlen Abenden auf der Terrasse für eine angenehme Stimmung und zusätzliche Wärme sorgen.
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Leidenschaftlich für Fakten, durchforstet Anna Köhler die Nachrichten, um eine klare und präzise Analyse globaler Ereignisse zu liefern. Mit langjähriger Erfahrung im Journalismus macht sie die Nachrichten für alle zugänglich, ohne Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen.





