Viele Arbeitnehmer in Deutschland freuen sich über Weihnachtsgeld, doch der Fiskus profitiert ebenfalls kräftig. Hier erfahren Sie, was nach Abzügen übrig bleibt.
Das monatliche Gehalt deckt die alltäglichen Kosten, aber viele Beschäftigte erhalten zusätzliches Geld. Weihnachtsgeld wird oft für den Kauf von Geschenken verwendet, während ein 13. oder 14. Gehalt für persönliche Wünsche genutzt wird.
Nach aktuellen Daten der Hans Böckler Stiftung bekommen etwa die Hälfte aller Arbeitnehmer Weihnachtsgeld, das in der Regel bereits im November ausgezahlt und tariflich auf bis zu 4.235 Euro festgelegt wird.
Aber was bleibt letztlich vom Weihnachtsgeld übrig? Eine genaue Betrachtung zeigt, dass die Lohnsteuer höher ist als bei regulären Gehaltszahlungen, da der Steuersatz durch die zusätzliche Zahlung ansteigt.
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Sonderzahlungen: Was vom Weihnachtsgeld bleibt
Weihnachtsgeld und das 13. Gehalt erscheinen auf der Gehaltsabrechnung als „Sonderzahlungen“. Es ist schön, dieses Extra zu erhalten, doch es gibt einen Haken.
Das Weihnachtsgeld ist voll steuerpflichtig, und wegen der Besonderheit bei der Berechnung der Lohnsteuer bleibt weniger übrig als erwartet. Wenn man ein zusätzliches Monatsgehalt als Weihnachtsgeld erhält, könnte man denken, dass dies netto überwiesen wird – das ist jedoch nicht der Fall.
Die Lohnsteuer für die regulären Bezüge kann man aus den monatlichen Lohnsteuertabellen ablesen. Diese Tabellen gehen jedoch von einem gleichbleibenden Monatslohn aus. Erhält man plötzlich ein zusätzliches Gehalt, führt das zu einer überhöhten Lohnsteuer. Es würde dann so wirken, als hätte sich das Jahresgehalt verdoppelt, obwohl das Weihnachtsgeld nur einmalig ist.
Um einen zu hohen Steuerabzug zu vermeiden, wird im Auszahlungsmonat die Lohnsteuer nach Monatstabelle berechnet und das zusätzliche Gehalt durch eine Sonderberechnung mit der Jahrestabelle verrechnet.
Beispielrechnung für Weihnachtsgeld
Um die Lohnsteuerbelastung für Weihnachtsgeld auszurechnen, sollten Sie einen Lohnsteuerrechner verwenden. Dieser berechnet, wie hoch die reguläre Lohnsteuer ist.
Nehmen wir ein Monatsbrutto von 3.000 Euro für Steuerklasse I ohne Kinder an. Nach den Regeln für 2025 wären das 299,83 Euro Lohnsteuer pro Monat. Bei einem zusätzlichen Monatsgehalt von 3.000 Euro verteilt über 12 Monate würde sich eine monatliche Lohnsteuer von 355,66 Euro ergeben, also 55,83 Euro mehr pro Monat.
So ergibt sich eine zusätzliche Lohnsteuerbelastung von 669,96 Euro auf das Weihnachtsgeld. Freibeträge wurden in diesem Beispiel ausgelassen, um die Berechnung einfacher zu gestalten. Auch wenn Weihnachtsgeld oft nicht ein volles Monatsgehalt ist, funktioniert diese Rechnung ähnlich für 13. und 14. Monatsgehälter.
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Leidenschaftlich für Fakten, durchforstet Anna Köhler die Nachrichten, um eine klare und präzise Analyse globaler Ereignisse zu liefern. Mit langjähriger Erfahrung im Journalismus macht sie die Nachrichten für alle zugänglich, ohne Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen.





