Viele Bürger berichten, dass ihre Türspione mit Klebeband verdeckt wurden. Sollte man sich deshalb Sorgen machen?
Ein Blick durch den Türspion bietet den Bewohnern ein Gefühl der Sicherheit. Bevor man die Tür öffnet, kann man sehen, wer davor steht, und gleichzeitig das Treppenhaus im Auge behalten.
Dies möchten Einbrecher natürlich umgehen, wie ein Beispiel aus Berlin aus dem Jahr 2019 zeigt. Dort wurde ein Verdächtiger festgenommen, der Türspione zugeklebt hatte, um während seiner Taten unerkannt zu bleiben. Auch auf Reddit berichten Nutzer von ähnlichen Vorfällen.
Wenn der Blick nach draußen blockiert ist, könnte dies ein Alarmsignal sein. Aber wie verbreitet ist diese Methode wirklich?
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Karte zur Polizeierreichbarkeit – Deutschlandatlas
Abgeklebter Türspion: Nicht immer ein Zeichen für Einbruch
Obwohl es plausibel erscheint, den Türspion abzudecken, um bei einem Einbruch unentdeckt zu bleiben, ist diese Vorbereitung laut Kriminalrat a. D. Lothar Schirmer eher ungewöhnlich.
Das Abkleben sei für die Täter zu aufwendig, einfaches Zudrücken mit dem Finger sei effektiver. „In solchen Fällen sollten Betroffene laut nachfragen, wer vor der Tür steht und darum bitten, den Blick freizugeben“, rät Schirmer. Andernfalls sollten Bewohner ankündigen, die Polizei zu informieren.
Wenn der Türspion dennoch verdeckt ist, muss das nicht unbedingt auf ein Verbrechen hinweisen. Manchmal ist es nur ein Streich von Kindern oder ein Nachbarschaftsstreit könnte der Grund sein, besonders wenn sich jemand durch gegenüberliegende Wohnungen beobachtet fühlt.
Unbekannte vor der Tür: So sollten Sie handeln
Selbst wenn es unwahrscheinlich ist, dass jemand den Türspion abklebt, um unerkannt zu bleiben, kann es vorkommen, dass Fremde an Ihrer Tür klingeln oder klopfen. Hier sind einige Tipps von Schirmer für solche Situationen:
- Türgriffkette installieren: Mieter können diese Schutzvorrichtung ohne Zustimmung des Vermieters anbringen, da hierbei nicht in die Tür gebohrt wird. Sie kann das ungewollte Eindringen von Unbefugten verhindern oder zumindest verzögern.
- Handwerker: Fordern Sie stets einen Betriebsausweis oder eine Visitenkarte an. Wenn Hausmeister oder Handwerker unangekündigt erscheinen, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Vermieter.
- Vertreter: Wenn Sie kein Interesse an Verkaufsgesprächen haben, lehnen Sie diese entschieden an der Tür ab. Versucht die Person dennoch, einzudringen, kann dies als Hausfriedensbruch angesehen werden.
- Polizisten: Verlangen Sie immer einen Dienstausweis zu sehen. Es gibt Fälle, in denen Kriminelle Uniformen tragen, um Vertrauen zu gewinnen. Die Polizei warnt jedoch, dass auch Dienstausweise gefälscht sein können.
Bei Zweifeln sollten Sie die Tür besser gar nicht erst öffnen.
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Leidenschaftlich für Fakten, durchforstet Anna Köhler die Nachrichten, um eine klare und präzise Analyse globaler Ereignisse zu liefern. Mit langjähriger Erfahrung im Journalismus macht sie die Nachrichten für alle zugänglich, ohne Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen.





