Ein Strandurlaub ist für viele der Inbegriff der Erholung. Doch gewisse Verhaltensweisen am Strand können empfindliche Strafen nach sich ziehen.
Das Bauen von Sandburgen ist für Kinder und auch viele Erwachsene ein wesentlicher Bestandteil eines perfekten Strandtages. Doch dieser unschuldige Spaß kann an einigen Stränden zu einer Geldstrafe von bis zu 1.000 Euro führen.
Nicht nur Sandburgen, sondern auch große Gruben und Tunnel könnten Probleme verursachen. Wir erklären, worauf Sie bei Ihrem nächsten Strandbesuch achten sollten.
Achtung, Sandburgenbau: Was Sie wissen müssen
An vielen deutschen Stränden der Nord- und Ostsee ist der Bau von Sandburgen untersagt. Dies mag für viele Strandgäste überraschend kommen, doch es gibt triftige Gründe dafür:
- Sandburgen bilden eine Angriffsfläche für den Wind, was den Strandverlust beschleunigen kann.
- Der Sand wird lockerer und kann bei Flut oder Hochwasser leichter ins Meer gespült werden.
- Auf schmalen Stränden können umfangreiche Sandburgen die Bewegungsfreiheit anderer Besucher einschränken.
- Große Burgen können auch Rettungsaktionen behindern, da Fahrzeuge möglicherweise nicht mehr passieren können.
Wenn Sie an einem Ihnen unbekannten Strand sind, suchen Sie vorab nach Schildern, die das Bauen von Sandburgen verbieten. Oft gibt es auch Vorschriften bezüglich der maximalen Größe und dem Abstand zu den Dünen oder welche Materialien verwendet werden dürfen.
Strikte Vorschriften auf Sylt und in Zinnowitz
Auf der Insel Sylt wird besonders streng gegen den Sandburgenbau vorgegangen, hier kann ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro drohen. Die Gemeinde hat Einschränkungen des Gemeingebrauchs am Strand sogar in ihrer Satzung festgeschrieben – das Graben von Löchern ist ebenfalls verboten.
Die Überwachung auf Sylt wird durch die Tourismusbehörde durchgeführt – in den letzten Jahren wurden allerdings keine Bußgelder verhängt, meist bleibt es bei einer mündlichen Verwarnung. Die gute Nachricht: Wenn Kinder ein wenig im Sand buddeln, wird dies in der Regel von der Gemeinde toleriert. Allerdings sollten Löcher immer wieder zugeschüttet und der Sand festgetreten werden.
Andere Orte in Deutschland, wie das Ostseebad Zinnowitz auf Usedom, setzen sogar klare Regeln für den Sandburgenbau: Bau ist erlaubt, allerdings nur mit Sand und am Strand gefundenen Steinen – Strandgut und andere Materialien sind nicht gestattet. Es muss ein Mindestabstand von drei Metern zur seeseitigen Düne eingehalten werden.
Die Ostseebäder Binz und Sellin auf Rügen legen sogar eine maximale Höhe von 30 Zentimetern und einen Umfang von höchstens 3,50 Metern für Sandburgen fest. Außer Sand darf nichts verwendet werden, der Abstand zu den Dünen muss hier mindestens zwei bzw. drei Meter betragen.
Nicht nur in Deutschland gibt es Einschränkungen beim Sandburgenbau
Falls Sie denken, dass solche Einschränkungen beim Bau von Sandburgen nur ein Ergebnis der deutschen Regulierung sind, irren Sie sich. Die ökologisch sinnvollen Gründe gegen große Bauwerke und Gruben führen auch in anderen Ländern zu Verboten.
In Italien verhängen viele Gemeinden wie Eraclea in der Nähe von Venedig oder Cavallino empfindliche Bußgelder für Urlauber, die sich nicht an die Regeln halten. Hier ist die Rede von 250 bis 1.000 Euro.
An einigen italienischen Stränden, wie dem sardinischen La Pelosa in Stintino, gibt es seit dem Sommer 2023 sogar ein Verbot von Badehandtüchern. Wenn diese nass sind, bleibt oft etwas Sand daran haften, der dann dem Strand verloren geht. Erlaubt sind stattdessen
Leidenschaftlich für Fakten, durchforstet Anna Köhler die Nachrichten, um eine klare und präzise Analyse globaler Ereignisse zu liefern. Mit langjähriger Erfahrung im Journalismus macht sie die Nachrichten für alle zugänglich, ohne Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen.





