Wir alle haben unsere Vorzüge bei der Auswahl von Programmen und Anwendungen, die wir tagtäglich verwenden. Unsere Redakteure im Bereich Downloads machen da keine Ausnahme.
Audacity: Ideal für schnelle Sprachaufnahmen und kreative Audioeffekte
Als Musiker verwende ich oft professionelle Software wie Cubase Pro für die Aufnahme von Instrumenten. Doch für einfache Aufgaben, wenn es schnell gehen muss, ist solch eine umfangreiche Digital Audio Workstation (DAW) oft zu komplex.
Einfache Sprachaufnahmen für Videos und Podcasts lassen sich mit dem kostenfreien Tool Audacity viel schneller umsetzen. Einfach das Mikrofon anschließen, den Aufnahmeknopf drücken und sprechen. Auch zum Festhalten einfacher musikalischer Ideen eignet sich das Programm hervorragend.
Was ich an Audacity schätze: Als Open-Source-Programm bietet es einen Regler für die Eingangslautstärke, was mir sehr zugutekommt, da mein Tischmikrofon diese Funktion hardwareseitig nicht bietet. Die Aufnahmen lassen sich schnell schneiden und von unerwünschten Geräuschen wie Atemgeräuschen befreien.
Zudem verfügt Audacity über einige praktische Effekte, darunter mein Favorit „Gleitdehnung“, der es ermöglicht, Audiospuren zunehmend zu verlangsamen, als würde man einen Plattenspieler herunterdrehen. Mit der portablen Version kann ich sogar an jedem beliebigen Computer Sprachaufnahmen durchführen.
Meine Wünsche für Audacity: Es wäre fantastisch, wenn die Software Effekte in Echtzeit anwenden könnte – momentan muss man die Schieberegler erst einstellen und dann den „Vorhören“-Button drücken.
Dieser spielt nur eine kurze Vorschau und nicht den gesamten ausgewählten Bereich ab, was oft dazu führt, dass man den Effekt rückgängig machen und neu einstellen muss, bis es passt. Das kann zeitaufwendig sein!
Signal: Eine wahre Alternative zu WhatsApp
Bis heute habe ich es vermieden, mich bei WhatsApp zu registrieren, vor allem wegen Datenschutzbedenken. Auch gegenüber anderen Alternativen wie Telegram oder Threema war ich lange skeptisch, bis Edward Snowden selbst eine Empfehlung für Signal aussprach.
Der Start war nicht leicht, da ich zu Beginn keine Kontakte in der App hatte. Doch seitdem konnte ich alle wichtigen Menschen in meinem Umfeld überzeugen, sich den Messenger ebenfalls zu installieren. Selbst die technisch unerfahrensten Nutzer hatten keine Probleme mit dem Wechsel.
Was ich an Signal schätze: Der Messenger bietet mittlerweile alles, was man zur Kommunikation benötigt. Lange Texte, Sprachnachrichten, Bilder und Videos lassen sich genauso einfach verschicken wie bei WhatsApp.
All das erhält man völlig kostenlos, ohne störende Werbung und ohne Angst haben zu müssen, dass private Fotos in die falschen Hände geraten. Deshalb spende ich auch einmal im Jahr einen kleinen Betrag als Dankeschön.
Meine Wünsche für Signal: Das größte Problem an Signal ist die vergleichsweise kleine Nutzerbasis. Man benötigt etwas Überzeugungskraft, um Freunde und Familie zur Installation zu bewegen.
Es scheint, als trauten sich viele Nutzer nicht, WhatsApp zu verlassen oder zumindest Signal zusätzlich zu installieren. Dabei ist der Aufwand minimal und die Belohnung groß – was macht schon eine App mehr aus?
AquaSnap: Besserer Überblick bei vielen geöffneten Explorer-Fenstern
Das Tool AquaSnap ist eines meiner treuesten Hilfsmittel, das auf den ersten Blick vielleicht nichts mit kreativen Aufgaben am PC zu tun hat. Aber immer wenn ich Dateien organisiere oder komplexe Videos in Adobe Premiere Pro CC bearbeite, benötige ich viele Explorer-Fenster, um Soundeffekte, Videomaterial und Musik in die Timeline einzufügen.
AquaSnap ist ein kostenloser Fenstermanager, der es ermöglicht, den Explorer „magnetisch“ zu machen. Dadurch kann der gesamte Bildschirm leicht mit vier, sechs oder acht Fenstern belegt werden – ohne Überlappungen und ohne dass der Desktop durchscheint.
Was ich an AquaSnap schätze: Das Tool beendet das Chaos der Fenster und ermöglicht es mir, alle wichtigen Verzeichnisse auf einen Blick zu sehen. So kann ich den Platz auf meinem Bildschirm optimal nutzen.
Meine Wünsche für AquaSnap: Ideal wäre es, wenn man verschiedene Fensteranordnungen in Profilen speichern könnte. Bei Videoprojekten benötige ich oft dieselben Ordner meiner Sounddatenbank. Diese mit nur einem Mausklick zu laden, würde mir noch mehr Zeit für wichtigere Aufgaben sparen.






