Viele Berufsfelder sind auf der Suche nach engagierten Mitarbeitern, und Sie müssen dabei nicht zu kurz kommen.
Viele Menschen fühlen sich in ihrem jetzigen Beruf nicht vollkommen zufrieden. Oft vermissen sie das Gefühl, einen bedeutenden Beitrag für die Gesellschaft zu leisten – aber neben der Arbeit bleibt kaum Zeit für soziales Engagement. Daher sinkt die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren, in den letzten Jahren merklich.
Dies stellt ein großes Problem dar, da ehrenamtliche Unterstützung dringend überall in Deutschland benötigt wird. Was viele nicht wissen: Mit einem Ehrenamt gehen Sie nicht immer leer aus. Es gibt eine steuerfreie Aufwandsentschädigung.
Steuerfreie Ehrenamtspauschale: 960 Euro
Die Ehrenamtspauschale ist ein von der Steuer befreiter Betrag, den Sie für wohltätige, gemeinnützige oder kirchliche Aktivitäten sowie für Tätigkeiten bei einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung wie einer Hochschule beanspruchen können. Die Arbeit muss im ideellen Bereich liegen.
Zum 1. Januar 2026 wird die Pauschale auf bis zu 960 Euro pro Jahr erhöht. Vereine können ihren Helfern somit monatlich bis zu 80 Euro netto auszahlen. Zuvor waren es 840 Euro. Weder Sie noch die Organisation müssen dafür Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge abführen.
Die tatsächliche Höhe der Vergütung hängt auch von den finanziellen Möglichkeiten des jeweiligen Vereins ab. Sie müssen nicht Mitglied im Verein sein, um diese Pauschale zu erhalten, da Mitgliedsbeiträge normalerweise separat anfallen.
Für diese nebenberufliche Tätigkeit dürfen durchschnittlich nicht mehr als 14 Stunden pro Woche anfallen. Dies entspricht etwa einem Drittel einer Vollzeitbeschäftigung, die jedoch nicht erforderlich ist, um ehrenamtlich tätig zu sein.
Typische ehrenamtliche Tätigkeiten umfassen Rollen wie:
- Tierschützer
- Fahrer
- Kassierer
- Jugendleiter
- Schatzmeister
- Schiedsrichter im Amateurbereich
- Betreuer
- Büromitarbeiter
- Denkmalpfleger
- Gerätewart
- Platzwart
- Ordnungskraft
- Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Nachweis der Ehrenamtspauschale beim Finanzamt
Die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) hat 2020 in Deutschland über 17 Millionen Ehrenamtliche gezählt, die in Bereichen wie Feuerwehr, Sportvereinen, kulturellen Einrichtungen, Hilfsorganisationen oder Kirchen aktiv sind.
Die Politik fördert durch die Ehrenamtspauschale das Engagement der Bürger. Ohne diese unentgeltliche Arbeit sähe das gesellschaftliche Leben in Deutschland wohl ganz anders aus.
Um dies beim Finanzamt nachweisen zu können, ist es ratsam, mit dem Verein einen Vertrag über die Auszahlung der Ehrenamtspauschale abzuschließen. Der maximale Freibetrag darf nicht überschritten werden, selbst wenn Sie in mehreren Vereinen tätig sind. Die Einnahmen werden in der Anlage N Zeile 26 angegeben.
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Leidenschaftlich für Fakten, durchforstet Anna Köhler die Nachrichten, um eine klare und präzise Analyse globaler Ereignisse zu liefern. Mit langjähriger Erfahrung im Journalismus macht sie die Nachrichten für alle zugänglich, ohne Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen.





