In Küche, Bad oder unterwegs: Oft befinden sich Smartphones an Orten, die hygienisch bedenklich sein können.
Unser Smartphone ist täglich unzählige Male in unseren Händen, manche nehmen es sogar mit aufs WC. Kein Wunder also, dass sich dort Keime tummeln, oder?
Doch laut Markus Egert, einem Professor für Mikrobiologie und Hygiene an der Hochschule Furtwangen, ist das Smartphone keine so große Brutstätte für Keime, wie oft angenommen. Das gilt allerdings nur, wenn man auf saubere Hände achtet, besonders wenn man nicht gerade am Scrollen ist.
Frage: Herr Egert, warum sind nicht mehr Keime auf dem Smartphone, als man erwarten würde?
Markus Egert: Der Touchscreen bietet Mikroorganismen keine idealen Lebensbedingungen. Er ist glatt, trocken und nährstoffarm. Was bleibt, sind höchstens einige Hautschuppen oder etwas Fett.
Zudem reinigen wir unser Smartphone oft unbewusst, indem wir es an unserer Kleidung abwischen. Das entfernt mechanisch viele Keime.
Obwohl dies noch nicht umfassend wissenschaftlich erforscht wurde, konnte eine kleine Studie zeigen, dass einfaches Abwischen mit einem Mikrofasertuch bereits 80 bis 90 Prozent der Mikroorganismen entfernen kann.
Frage: Aber Keime von unseren Händen gelangen doch auf das Smartphone, oder?
Markus Egert: Ja, das Smartphone ist quasi eine Erweiterung unserer Hand. Es landen jedoch nicht alle Keime von unseren Händen auf dem Gerät. Manche Keime überleben besser als andere, es findet eine Art Selektion statt.
Allerdings ist das Smartphone meist ein persönlicher Gegenstand, den nur der Besitzer nutzt und berührt. Dies macht es hygienisch weniger bedenklich als beispielsweise Diensthandys oder Tablets in einem Krankenhaus.
Passend zum Thema: Deshalb sollten Sie Ihr Smartphone nicht immer vor sich auf den Tisch legen.
Frage: Viele nutzen ihr Handy auch auf der Toilette. Was bedeutet das für die Keimbelastung?
Markus Egert: Stellen Sie sich vor, Sie sitzen auf der Toilette, nutzen Ihr Handy und stecken es dann wieder weg. In dieser Zeit gelangen nicht mehr Keime auf das Gerät als sonst. Entscheidend sind Ihre Hände. Wenn diese mit Fäkalbakterien kontaminiert sind und Sie das Smartphone berühren, übertragen sich diese natürlich auch auf das Gerät. Gute Handhygiene ist also entscheidend.
Auf öffentlichen Toiletten ist das Risiko natürlich höher. In den meisten Privathaushalten sind allerdings Bad und Toilette hygienisch sauberer als beispielsweise die Küche.
Frage: Was kann ich tun, um die Keimbelastung meines Smartphones zu minimieren?
Markus Egert: Regelmäßiges Händewaschen hält natürlich auch Ihr Smartphone sauber. Zusätzlich sollten Sie es regelmäßig mit einem leicht feuchten Tuch abwischen, besonders nach dem Kochen oder einem Krankenhausbesuch.
Zur Person: Markus Egert ist Professor für Mikrobiologie und Hygiene an der Hochschule Furtwangen und forscht unter anderem zur Keimbelastung von Brillen und Spülschwämmen.
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