Dr. Michél Gleich, Experte für Sportwissenschaften, Extremsportler und Personal Trainer, teilt seine Einsichten zu fünf essenziellen Übungen, die jeder beherrschen sollte.
In der Natur des Menschen liegt es, sich zu bewegen. Durch mangelnde körperliche Aktivität und einseitige Belastungen im Alltag verlieren wir jedoch oft essentielle Bewegungskompetenzen.
Diese Fähigkeiten sind für unsere Gesundheit und Lebensqualität entscheidend, egal ob in der Jugend, im Arbeitsleben oder im Alter. Nachfolgend werden fünf Bewegungen vorgestellt, die jeder meistern sollte, begleitet von praktischen Tipps für das Training.
1. Seitstütz: Ganzkörperstabilität
Der Seitstütz stärkt die seitliche Rumpfmuskulatur und baut eine solide Körpermitte auf, was essentiell ist, um Rückenschmerzen vorzubeugen und die Wirbelsäule im Alltag zu schützen, besonders beim Heben von Lasten oder bei Drehbewegungen.
Warum ist das wichtig?
- Eine starke Körpermitte mindert das Risiko von Rückenproblemen, unter denen viele Menschen im fortgeschrittenen Alter leiden.
- Der Seitstütz verbessert die Körperhaltung und das Gleichgewicht.
- Eine stabile Körpermitte schützt im Alter vor Stürzen und Verletzungen.
Wie trainiert man den Seitstütz?
- Starten Sie in der Knieversion und stützen Sie sich auf den Unterarm, während die Knie am Boden bleiben und die Hüfte angehoben wird.
- Steigern Sie sich, indem Sie die Knie vom Boden lösen und die Beine strecken.
- Halten Sie die Position zunächst für 10 bis 20 Sekunden und verlängern Sie die Dauer schrittweise.
2. Hüftstrecker: Verbesserung der Beweglichkeit und Stärkung der Hüfte
Die Hüfte spielt eine zentrale Rolle für die Funktionstüchtigkeit unseres Körpers. Durch die Streckung der Hüfte, ähnlich der Brückenposition, wird die Gesäßmuskulatur gekräftigt und die Hüftgelenke werden mobilisiert.
Warum ist das wichtig?
- Im Sitzen verkürzt sich die Hüftmuskulatur, was langfristig zu Rücken- oder Knieschmerzen führen kann.
- Eine funktionierende Hüfte ist essentiell für alltägliche Bewegungen wie das Treppensteigen, Gehen oder Aufstehen.
- Eine kräftige Hüfte verringert im Alter das Risiko von Stürzen.
Wie erlernt man die Hüftstreckung?
- Legen Sie sich auf den Rücken, stellen Sie die Füße auf und heben Sie das Becken langsam an.
- Drücken Sie aktiv mit den Fersen in den Boden, um die Gesäßmuskeln zu aktivieren.
- Halten Sie die Position für einige Sekunden und senken Sie dann das Becken wieder ab.
3. Der seitliche Ausfallschritt – Verbesserung der seitlichen Mobilität
Viele Alltagsbewegungen erfolgen vorwärts oder rückwärts. Seitliche Bewegungen sind jedoch ebenfalls wichtig für die Gelenkgesundheit, insbesondere für Hüfte und Knie. Der seitliche Ausfallschritt trainiert genau diese seitliche Mobilität.
Warum ist das wichtig?
- Seitliche Bewegungen fördern die Stabilität der Knie und reduzieren das Verletzungsrisiko.
- Diese Übung aktiviert Muskelgruppen, die bei reinen Vorwärtsbewegungen oft vernachlässigt werden.
- Eine verbesserte seitliche Beweglichkeit hilft besonders im Alter, sich sicherer zu bewegen.
Wie erlernt man den seitlichen Ausfallschritt?
- Treten Sie weit zur Seite, beugen Sie das Knie leicht und schieben Sie das Gesäß nach hinten.
- Halten Sie den Oberkörper aufrecht und achten Sie darauf, dass das Knie nicht über die Zehen hinausragt.
- Beginnen Sie langsam und steigern Sie nach und nach die Tiefe und Intensität der Bewegung.
4. Der Krabbelgang – Koordination für den ganzen Körper
Der Krabbelgang ist eine herausfordernde Möglichkeit, Koordination, Beweglichkeit und Kraft des gesamten Körpers zu trainieren und stellt gleichzeitig eine mentale Herausforderung dar.
Warum ist das wichtig?
- Durch das Krabbeln werden die Bewegungen von Armen und Beinen miteinander verbunden, was die Koordination und das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften fördert.
- Die Übung stärkt die Arme, Schultern und den Rumpf, was im Alltag von Vorteil ist und eine stabile Grundlage schafft.
- Obwohl das Krabbeln normalerweise in der Kindheit stattfindet, können auch Erwachsene von dieser Übung profitieren.
Wie erlernt man den Krabbelgang?
- Begeben Sie sich in den Vierfüßlerstand und bewegen Sie sich langsam vorwärts: Schieben Sie gleichzeitig den linken Arm und das rechte Bein nach vorne, und wiederholen Sie dies auf der anderen Seite.
- Achten Sie darauf, dass die Bewegung fließend und kontrolliert ist, und steigern Sie nach und nach die Länge und Geschwindigkeit.
5. Fersensitz: Beweglichkeit für Füße und Beine
Der Fersensitz ist eine einfache, jedoch oft unterschätzte Übung, die die Beweglichkeit der Fußgelenke verbessert und die Oberschenkelmuskulatur dehnt.
Warum ist das wichtig?
- Viele Menschen haben eine eingeschränkte Beweglichkeit in ihren Füßen, was oft unbemerkt bleibt, aber langfristig zu Problemen beim Gehen oder Stehen führen kann.
- Ein beweglicher Fuß ist entscheidend für Stabilität, Balance und gesunde Knie.
- Der Fersensitz fördert die Durchblutung und entspannt den gesamten Unterkörper.
Wie führt man den Fersensitz aus?
- Knien Sie sich auf eine weiche Unterlage und setzen Sie sich langsam auf Ihre Fersen. Verweilen Sie in dieser Position.
- Wenn dies unangenehm ist, legen Sie ein Kissen zwischen Ihre Oberschenkel und Unterschenkel.
- Durch regelmäßiges Üben wird diese Position angenehmer und Ihre Beweglichkeit verbessert sich.
Bewegung im Blick
Bewegung ist mehr als nur Training. Es ist eine Art, unseren Körper zu respektieren und ihn für die Herausforderungen des Lebens zu stärken, unabhängig von unserem Erfahrungsstand.
Die vorgestellten Übungen sind einfach, aber von unschätzbarem Wert. Sie fördern die Gesundheit, verbessern die Beweglichkeit und bereichern das Leben. Bewegung erfordert keine Perfektion, sondern Beständigkeit. Es ist ein Geschenk, das man sich selbst jeden Tag machen kann.
Man muss nicht von Anfang an alles perfekt beherrschen. Der Weg beginnt mit einem einzigen Schritt – sei es der erste Seitstütz, eine sanfte Hüftstreckung oder das Krabbeln. Und bei Zweifeln sollte man sich daran erinnern: Jeder Fortschritt, egal wie klein, ist ein Zeichen von Wachstum und ein Schritt in die richtige Richtung.
Wer heute startet, ist morgen schon dabei
Ich lade Sie ein, Bewegung als Teil Ihrer Lebensphilosophie zu betrachten. Es geht nicht darum, Höchstleistungen zu erbringen, sondern sich selbst etwas Gutes zu tun. Stellen Sie sich vor, wie viel stärker, beweglicher und glücklicher Sie sich fühlen können – nicht nur im Moment, sondern langfristig.
Sie werden vielleicht bald merken, dass diese kleinen Veränderungen nicht nur Ihren Körper stärken, sondern auch Ihren Geist und Ihre Seele berühren. Denn manchmal beginnt Wachstum dort, wo wir den Mut haben, uns auf etwas Neues einzulassen. Vertrauen Sie auf Ihre Fähigkeiten – und darauf, dass Sie auf diesem Weg niemals allein sind.
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Leidenschaftlich für Fakten, durchforstet Anna Köhler die Nachrichten, um eine klare und präzise Analyse globaler Ereignisse zu liefern. Mit langjähriger Erfahrung im Journalismus macht sie die Nachrichten für alle zugänglich, ohne Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen.





