Geht Ihre EC- oder Kreditkarte verloren, kann dies den Alltag stark beeinträchtigen. Ihre Bank kann in einem solchen Notfall mit Bargeld aushelfen, um die ersten Tage zu überstehen. Dieser Service ist genau für solche Situationen vorgesehen.
Ein Diebstahl oder der Verlust des Geldbeutels kann einen vor große Herausforderungen stellen. Plötzlich fehlen Bargeld sowie EC- oder Kreditkarten. Zuerst sollten die Karten gesperrt werden.
Hierfür ist die SperrApp nützlich, die von den Betreibern der Sperrnummer 116 116 bereitgestellt wird. Bei einem Diebstahl sollten Sie zudem eine Anzeige erstatten.
Auch wenn Sie weiteren Schaden verhindert haben, verbessert sich Ihre Situation nicht sofort. Schließlich können Sie weder mit Karte bezahlen noch Bargeld abheben.
Natürlich ist es möglich, sich Geld von Freunden oder Verwandten zu leihen oder auf Ihre Bargeldreserven zuhause zurückzugreifen. Doch besonders im Urlaub kann dies schwierig sein. Einige Banken und Kartenanbieter stellen daher Notfallbargeld zur Verfügung.
Notfallbargeld: Wie Sie es erhalten
Notfallbargeld ist ein Service, den einige Banken und Kartenanbieter ihren Kunden anbieten. Er ist entweder an die Karten oder an das Girokonto gebunden. Wenn Sie herausfinden wollen, ob ein solcher Service für Ihr Konto existiert, sollten Sie die Webseiten Ihrer Bank besuchen oder deren Hotline kontaktieren. Ein paar Beispiele:
- DKB: Bei der DKB erhalten Sie als Kontoinhaber ein Notfallpaket, das aus einer Notfallkarte oder Notfallbargeld besteht, welches innerhalb von 72 Stunden bereitgestellt wird. Wichtig: Der Service ist kostenlos bei einem monatlichen Geldeingang von mindestens 700 Euro, andernfalls kostet die Bereitstellung des Notfallbargeldes 150 Euro. Bei Verlust einer Visakarte ist der Service kostenlos. Details zu den Kosten finden Sie auf der Webseite der DKB.
- Deutsche Bank: Kunden des BestKontos der Deutschen Bank erhalten bei Verlust ihrer Debit- oder Kreditkarte Notfallbargeld. Bis zu 1.500 Euro stehen an 220.000 Auszahlungsstellen in 170 Ländern zur Verfügung.
- Postbank: Die Postbank stellt ebenfalls Notfallbargeld bereit. Unabhängig von Banköffnungszeiten wird innerhalb von 60 Minuten ein Verfügungsrahmen von bis zu 1.500 Euro gewährleistet.
- Sparkasse: Die Sparkassen bieten für ihre Kreditkarten (Standard, Gold und Platinum) einen Notfallservice an. Kunden erhalten innerhalb von 24 Stunden Bargeld in Landeswährung an der nächstgelegenen Auszahlungsstelle.
Nach der Kontaktaufnahme mit Ihrer Bank erhalten Sie Anweisungen, wo und wie Sie das Geld erhalten. Die Auszahlung muss nicht notwendigerweise in einer Bankfiliale erfolgen.
Je nach Reiseland kann es vorkommen, dass ein Kurier das Geld direkt zu Ihrem Hotel bringt oder Sie das Geld in Geschäften oder bei anderen Vertragspartnern vor Ort erhalten. Zum Abholen wird meist ein Ausweis benötigt. Sollte dieser ebenfalls verloren gegangen sein, müssten Sie zuerst ein Ersatzdokument beschaffen.
Weitere Informationen
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Geld oder Wertsachen per Brief verschicken: Vermeiden Sie diesen Fehler
Sorgen Sie selbst für Notfallbargeld
Was zu Hause die Bargeldreserve ist, können Sie auch im Urlaub haben. Bewahren Sie nicht alles Bargeld und alle Karten bei sich, sondern deponieren Sie einen Teil im Hotelsafe. Bei Verlust des Portemonnaies sind Sie dann nicht mittellos, sondern können auf die hinterlegten Mittel zurückgreifen.
Eine weitere Möglichkeit ist es, sich von Familie oder Freunden Geld schicken zu lassen. Western Union ist hierbei ein bekannter Anbieter, aber auch PayPal bietet mit Xoom einen Service, über den Sie sich Bargeld im Ausland auszahlen lassen können.
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Leidenschaftlich für Fakten, durchforstet Anna Köhler die Nachrichten, um eine klare und präzise Analyse globaler Ereignisse zu liefern. Mit langjähriger Erfahrung im Journalismus macht sie die Nachrichten für alle zugänglich, ohne Kompromisse bei der Wahrheit einzugehen.





