Einige gefährliche Tiere sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar und können durch bestimmte Nahrungsmittel auf den Menschen übertragen werden.
Während einige Tiere wie Strudelwürmer hauptsächlich das Ökosystem bedrohen, können mikroskopisch kleine Organismen auch eine Gefahr für den Menschen darstellen.
Ein Beispiel hierfür ist der Ratten-Lungenwurm, der sich in den südöstlichen USA ausgebreitet hat, auf Hawaii zu Todesfällen geführt hat und kürzlich auch auf Mallorca entdeckt wurde – sein erster Nachweis in Europa.
Dieser Parasit kann durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel auf Menschen übertragen werden, allerdings gibt es auch beruhigende Nachrichten.
Der Weg des Ratten-Lungenwurms in den menschlichen Körper
Der Ratten-Lungenwurm (Angiostrongylus cantonensis) durchläuft einen komplexen Lebenszyklus, der von der University of Florida erforscht wurde. Wie sein Name andeutet, infiziert dieser Parasit hauptsächlich Rattenlungen, wo er seine Eier ablegt. Die Larven werden dann von den Ratten ausgehustet und verschluckt, gelangen in den Darmtrakt und werden schließlich ausgeschieden.
Weichtiere wie Schnecken, die diese Ausscheidungen fressen, dienen dann als Zwischenwirte für den Parasiten. Über kontaminierten Salat oder Gemüse sowie durch den Verzehr von Krustentieren, Fröschen oder Eidechsen kann der Parasit schließlich auf den Menschen übergehen – insbesondere, wenn diese nicht richtig gereinigt oder vollständig gegart wurden.
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Die Auswirkungen des Ratten-Lungenwurms auf den Menschen
Die gute Nachricht ist, dass es in Deutschland bisher keine bekannten Fälle einer Infektion mit dem Ratten-Lungenwurm gibt. Tomas Jelinek vom Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin äußerte sich gegenüber dem RND: „Es ist wirklich schwierig, sich zu infizieren.“ Obwohl der Klimawandel und globale Handelswege die Verbreitung fördern könnten, sieht der Mediziner dennoch keinen Grund zur Sorge.
Die Wahrscheinlichkeit, vom Parasiten befallen zu werden, ist sehr gering – auch aufgrund der seltenen Präsenz der Wirtstiere in unserer Region. Vorsicht ist jedoch beim Verzehr von rohen Weichtieren im Ausland geboten.
Sollte der Parasit dennoch in den menschlichen Körper gelangen, siedelt er sich im zentralen Nervensystem an und wandert bis ins Gehirn. Manchmal verläuft dies symptomlos oder mit milden Symptomen. Viele Betroffene werden laut dem Berufsverband Deutscher Internisten sogar ohne Behandlung wieder gesund.
Zu Beginn der Erkrankung sind die Symptome unspezifisch: Kopfschmerzen, ein steifer Nacken, Lichtempfindlichkeit oder Schlaflosigkeit bis hin zu Krampfanfällen. Im schlimmsten Fall können schwere Schäden auftreten, darunter:
- Lähmungen
- Koma
- Hirnhautentzündung
- Nervenschäden
Im schlimmsten Fall kann die Infektion zum Tod führen. So geschah es einem jungen Mann in Australien, der 2010 als Mutprobe eine Schnecke gegessen hatte. Nach 420 Tagen im Koma verließ er das Krankenhaus, blieb jedoch schwerkrank und verstarb acht Jahre später. Eine spezifische Behandlung gegen die Infektion gibt es nicht. Besonders gefährdet sind Personen mit geschwächtem Immunsystem, HIV-Infizierte sowie schwangere Frauen.
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