Ein französisches Start-up entwickelt eine neue Energiespeichertechnologie, die Druckluft anstelle von Lithium verwendet. Dieses Speichersystem soll eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren aufweisen und kommt ohne den Einsatz seltener Materialien aus. Allerdings gibt es auch einige signifikante Nachteile bei dieser Technologie.
Das französische Unternehmen Segula plant die Entwicklung eines neuen Speicheransatzes für Hausbesitzer, die über eigene Solar- oder Windenergieanlagen verfügen: Es geht um einen Druckluftspeicher, der überschüssige Energie in komprimierter Luft speichert, die bei Bedarf wieder in Elektrizität umgewandelt werden kann.
Diese Technologie ist zwar nicht neu, jedoch sind Anlagen dieser Art selten und meist in einem größeren Maßstab gebaut. Weltweit gibt es momentan nur etwa ein halbes Dutzend solcher Druckluftenergiespeicher, einer davon befindet sich seit 1978 im Betrieb im Kraftwerk Huntorf in Niedersachsen. Segula möchte diese Technologie nun auch für private Haushalte zugänglich machen.
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Druckluftspeicher für Privatnutzung: Hersteller garantiert hohe Effizienz
Das System, genannt „Remora Home“, besteht aus zwei Hauptkomponenten: einem reversiblen Kompressor, der direkt an die Solaranlage angeschlossen wird, und einem Speicherschrank, in dem die Druckluft gelagert wird. Der Schrank kann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich aufgestellt werden.
Der Gesamtwirkungsgrad des Systems wird von Segula mit etwa 70 Prozent angegeben, was vergleichbar mit dem von Pumpspeicherkraftwerken ist. Im Gegensatz dazu erreichen Systeme, die erneuerbare Energie in Wasserstoff umwandeln und speichern, nur Wirkungsgrade von etwa 20 bis 40 Prozent, während Batterien rund 90 Prozent erreichen. Segula verspricht zudem eine beeindruckende Lebensdauer von mindestens 30 Jahren für den Druckluftspeicher, der aus nachhaltigeren Materialien wie Stahl und Aluminium besteht.
Das Unternehmen führt bereits seit Januar 2024 Tests durch, die zeigen, dass das System Luft in haushaltsgerechten Größen speichern und eine hohe Leistung erzielen kann. Im laufenden Jahr liegt der Schwerpunkt der Labortests auf der Optimierung der Energiespeicherung. Bis Ende 2026 plant der Hersteller, Pilotprojekte in einzelnen Haushalten durchzuführen, um die Technologie langfristig zu testen und die Nutzererfahrungen zu analysieren. Eine industrielle Fertigung und Massenvermarktung sind für 2028 geplant.
Bürokratische Hürden: Das sind die Herausforderungen bei der Verbreitung der Technologie
Die geringe Zahl großer Druckluft-Energiespeicher erklärt sich durch die inhärenten Nachteile des Konzepts: Für eine ausreichende Energiespeicherung sind große Druckbehälter nötig, oft in Form von unterirdischen Kavernen wie ausgespülten Salzstöcken. Die erforderlichen Genehmigungsverfahren, hohen Investitionskosten, technische Komplexität und Standortabhängigkeit haben eine breitere Nutzung der Technologie bisher verhindert.
Sollte der Druckluftspeicher für den Heimgebrauch ähnliche Speicherkapazitäten wie typische Heimspeicher bieten, also etwa 10 kWh, müssten die verwendeten Druckflaschen Volumina im niedrigen bis mittleren vierstelligen Literbereich aufweisen. Damit hätten die Druckluftspeicher-Schränke in etwa die Größe eines Heizöltanks. Dies ist auch auf den Illustrationen auf der Segula-Website zu erkennen.
Ein weiteres physikalisches Problem, das Segula in seiner Veröffentlichung nicht anspricht, ist die starke Erwärmung der Luft beim Einspeichern von Energie. Bei den erforderlichen Drücken für eine Druckspeicheranlage mit mehreren Kilowattstunden Kapazität könnten das mehrere hundert Grad Celsius sein. Wird die Energie schnell wieder entnommen, kühlt die expandierende Druckluft wieder ab. Soll die Energie jedoch über mehrere Tage gespeichert werden, ergibt sich ein großes Wirkungsgradproblem: Ohne aufwendige Isolierung strahlt der Druckspeicher die Wärme an die Umgebung ab, wodurch der Druck im Speicher sinkt.
Industrielle Druckspeicher adressieren dieses Problem, indem sie einen eigenen thermischen Speicher integrieren. Segula erwähnt keine solche Lösung, was bedeutet, dass die französische Druckspeicher-Lösung bestenfalls als PV-Speicher für die Nacht geeignet wäre.
Zum Preis des Systems gibt Segula bisher keine Auskunft. Mit dem System „Remora Stack“ arbeitet das Unternehmen derzeit auch an groß angelegten Druckluftspeichern für die Industrie.
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